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Vorfahrt genommen: 80-Jähriger schwebt in Lebensgefahr

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Von: Dierk Rohdenburg

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Schwerer Unfall in Langförden.
Schwerer Unfall in Langförden. © Imago Images/Maximilian Koch

Landkreis – Ein 80-jähriger Autofahrer aus Großenkneten ist am Freitag bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt worden.

Zu dem Unfall kam es laut Polizeiangaben am Freitag gegen 15 Uhr in Vechta, Ortsteil Langförden. Ein 80-Jähriger aus der Gemeinde Großenkneten befuhr mit seinem Auto den Mühlendamm in Richtung Visbeker Damm. Nach bisherigem Ermittlungsstand missachtete er an der Kreuzung die Vorfahrt, sodass es im dortigen Kreuzungsbereich zu einem Zusammenstoß mit dem Wagen eines 60-Jährigen aus Visbek kam, der den Visbeker Damm aus Visbek kommend in Richtung Vechta befuhr.

Bei dem Unfall wurde der Großenkneter in seinem Auto eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden. Der 80-Jährige wurde lebensgefährlich, der 60-Jährige schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser transportiert. Der Visbeker Damm musste im Bereich des Mühlendamms zur Gewährleistung der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme voll gesperrt werden.

Betrüger mimt einen „Gehörlosen“

Offenbar war ein „Gehörloser“ in der Gemeinde Hude wohl eher ein Betrüger. Die Polizei sucht nach Zeugen. Ein Lieferant ist am Mittwoch um 10:30 Uhr auf dem Parkplatz eines Discount-Marktes an der Langenberger Straße in Hude von einem angeblich gehörlosen Mann um eine Spende gebeten worden. Wenig später sah er den „Gehörlosen“, wie er sich mit einer anderen Person unterhielt und dabei nicht auf die Gebärdensprache angewiesen war.

Die Polizei Hude sucht nun nach Personen, die weitere Hinweise zum angeblich gehörlosen Mann geben können und eventuell sogar Geld gespendet haben. Anrufe werden unter 04408/809030 entgegengenommen.

17.240 offensichtlich gefälschte Briefmarken im Auto

Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn stoppten am Dienstag, 22. November, gegen 11 Uhr, zwei Männer, die zuvor mit einem Auto auf der Autobahn 1 in Richtung Osnabrück unterwegs waren.

Bei der Kontrolle der Personen auf einem Parkplatz nahe der Anschlussstelle Wildeshausen-West stellten sie fest, dass es sich beim Fahrer um einen 50-jährigen Mann aus Hamburg handelte. Sein Beifahrer händigte einen Reisepass aus, der Fälschungsmerkmale aufwies. Anschließend kamen ein Führerschein, eine Kreditkarte und ein Ticket für den Nahverkehr zum Vorschein, die mit den falschen Personalien versehen waren. Der Führerschein wies ebenfalls Fälschungsmerkmale auf.

Um Hinweise zur Identifizierung zu erhalten, durchsuchten die Beamten den Pkw. Dabei fanden sie 1.724 Bögen mit jeweils zehn Briefmarken im Wert von je 0,80 Euro. Der Wert der Bögen lag bei 13.792 Euro.

Mann war mehrmals abgeschoben worden

Beide Männer gaben sich ahnungslos. Zur Klärung der Identität des Beifahrers wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Bei ihm handelte es sich um einen 51-jährigen Mann aus Serbien, der sich illegal im Bundesgebiet aufhielt. Er wurde bereits in der Vergangenheit abgeschoben und mit einem mehrjährigen Aufenthaltsverbot belegt.

Zwischenzeitlich ergab sich der Verdacht, dass es sich bei den aufgefundenen Briefmarken ebenfalls um Fälschungen handeln könnte. Zur weiteren Klärung wurden die Bögen beschlagnahmt und an eine Ermittlungsdienststelle der Post übersandt.

Der 50-jährige Fahrer wurde ebenfalls erkennungsdienstlich behandelt und konnte die Dienststelle anschließend verlassen.

Gegen den 51-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und Urkundenfälschung eingeleitet. Die ausgehändigten Dokumente wurden beschlagnahmt. Da zu befürchten war, dass der 51-Jährige einer Gerichtsverhandlung fernbleiben würde, wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg vorläufig festgenommen.

Die Vorführung erfolgte am Mittwoch, 23. November. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ ein Richter im Rahmen des beschleunigten Verfahrens einen Haftbefehl.

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