St.-Peter braucht weniger Spenden

142000 Euro fehlen noch für Turm

Jeder Cent kann helfen: Fast das 1 000-fache dieses Betrages hat die Kirchengemeinde bereits für die Turmsanierung gesammelt.

Wildeshausen - Architekt Theo Dwertmann ist zuversichtlich, dass die Arbeiten am Turm der St.-Peter-Kirche in der Kreisstadt bis Oktober abgeschlossen werden können. Zuversichtlich ist jetzt auch die Kirchengemeinde ob der Tatsache, dass die Kosten nicht mehr so hoch ausfallen wie angenommen.

Was am Sonntag Pfarrer Holger Kintzinger von der Kanzel aus der Gemeinde mitgeteilt hat, berichtete gestern noch einmal Kirchenprovisor Bernhard Kramer: „Nachdem die letzten Ausschreibungen ausgewertet worden sind, wissen wir, dass sich die Kosten für die dringend notwendige Sanierung des Kirchturms nicht mehr auf 610 000 Euro, sondern auf nur noch etwa 500 000 Euro belaufen.“

Grund dafür sei die Tatsache, dass Kosten für die bevorstehenden Sandsteinarbeiten deutlich geringer ausfielen. „Dadurch verringert sich unser Eigenanteil von etwa 210 000 Euro auf 175 000 Euro“, sagt Kramer. Derzeit belaufe sich der Stand der Spenden auf 33 000 Euro, so dass noch 142 000 Euro offen sind: „Natürlich hoffen wir, dass wir auch die gesamte Summe zusammen bekommen.“ Dabei handele es sich um 35 Prozent der Gesamtkosten – den größeren Anteil von 65 Prozent übernehme das Offizialat Vechta.

Zahlreiche Schutt-Stücke am Fuße des Kirchturms deuten darauf hin, dass die Arbeiten bereits auf Hochtouren laufen. „Ja“, sagt Dwertmann, „es sind schon recht aufwändige Maßnahmen, die zu erledigen sind, um den Kirchturm ab Oktober in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.“

Die St.-Peter-Kirche wurde bekanntlich 1823/1824 nach den Plänen des oldenburgischen Baukondukteurs Carl Selvogt in klassizistischer Form errichtet. 1891 erfolgte die Veränderung der Westfassade und 1901 der Bau des Turms durch den Bremer Architekten Heinrich Flügel. „Flügel hat gerne Beton benutzt, weil er als besonders haltbar galt.“ Jahrzehnte später aber zeige sich ganz deutlich, dass auch Beton seine Schwächen habe. Die Sanierung sei schon lange überfällig gewesen.

Im Jahr 1951 wurden weitgehende Umbauten und Erweiterungen nach den Kriegsbeschädigungen an der Kirche notwendig. 1964 entstand der Anbau der Taufkapelle, und 1997/1998 wurde die Kirche gründlich renoviert und in den jetzigen Zustand gebracht. Die Sanierung des Turmes, der auch damals schon arge Mängel aufwies, wurde aus finanziellen Gründen zurück gestellt. Von den Kosten in Höhe von zwei Millionen DM konnten schon seinerzeit 650 000 DM an Spenden von den Gemeindegliedern aufgebracht werden.

„Jetzt hoffen wir, dass die Kirchengemeinde noch weiter spendet, damit wir unseren Eigenanteil auch vollends zusammen bekommen“, sagt Kramer. Allerdings sei er guter Dinge.

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