Unterschriften-Aktion zum Erhalt der Sprachförderschulen beendet / Auswertung läuft

50 000er-Marke locker geknackt

Neerstedt - Eines steht fest: Die benötigten 50 000 Unterschriften, damit sich der Landtag mit dem Thema befasst, haben die Neerstedter Initiatoren der Online-Petition „Sprache ist mehr als Worte“ zum Erhalt der Sprachförderschulen in Niedersachsen auf jeden Fall erreicht.

Zum Ende der Unterschriften-Aktion gibt es 58 867 Unterstützer, davon 48 956 aus Niedersachsen – und das ist nur das vorläufige Ergebnis. „Die Zahl wird noch steigen, weil einige Listen noch nicht eingepflegt sind“, sagte gestern Bianca Meyer auf Nachfrage, die seit Monaten mit weiteren Eltern, deren Kinder die Sprachheilschule Neerstedt besuchen, um den Erhalt der Einrichtung kämpft.

Dass die Landesregierung die schrittweise Auflösung dieser Förderschulen im Zuge der Inklusion nun um ein Jahr geschoben hat und den Einschulungsstopp jetzt erst ab dem Schuljahr 2015/2016 vorsieht (wir berichteten), bedeutet für die Neerstedterin nur eine Galgenfrist. „Das ist doch lediglich Verzögerungstaktik“, meinte sie. Für die Schulen, die wegen der Diskussion schon seit Jahren nicht richtig planen könnten, sei die Situation äußerst misslich. „Zudem ist es für die Kinder sehr schade und für die Eltern belastend.“

Mit dem Verlauf der Online-Petition ist Meyer hingegen mehr als zufrieden: „Mit dem großen Erfolg hatten wir nicht gerechnet.“ Am Wochenende wollen sich die Organisatoren zusammensetzten, die Listen durchsehen und die Unterschriften zählen. Dann soll die offizielle Zahl feststehen. „Wir haben einige 1 000 Seiten, die wir prüfen müssen“, so Meyer. In den letzten Tagen der Petition wurden zudem noch Listen aus den unterschiedlichsten Orten eingereicht, die noch gar nicht berücksichtigt wurden. Die Unterschriften wollen die Eltern persönlich dem Landtagspräsidenten überreichen. „Ein Termin steht aber noch nicht fest“, informierte Meyer.

Damit soll das Engagement aber nicht enden. „Wir haben die Deutsche Gesellschaft für Sprache mit ins Boot geholt, sind derzeit dabei, uns mit Eltern aus ganz Niedersachsen zusammenzuschließen und arbeiten auch an einer gemeinsamen Internetseite“, verriet die Neerstedterin, die die Wünsche und Forderungen stellvertretend für alle beteiligten Mütter und Väter vor zweieinhalb Wochen im Kreisschulausschuss sowie in der vergangenen Woche bei einer Anhörung der CDU im Landtag vorgebracht hatte. „Von den Christdemokraten haben wir die volle Unterstützung“, teilte sie mit. „Nun möchten wir die Grünen überzeugen.“

Zudem hoffen die Eltern auf einen Besuch der Kultusministerin in Neerstedt. „Dann könnte sie sich selbst ein Bild von dem Konzept dort machen“, erklärte Meyer, die betonte, dass die Eltern nicht gegen die Inklusion sind. Derzeit würden allerdings die Voraussetzungen zur Realisierung fehlen. · ts

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Schuhtrend für Frauen: Mit Stiefeln durch den Sommer

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Der Range Rover wird 50 Jahre alt

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Wie barrierefrei ist die Kreuzfahrt?

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Städtereise New York: Queens ist die Königin der Kulturen

Meistgelesene Artikel

Windböe drückt Lastzug in Planke

Windböe drückt Lastzug in Planke

Erste Bäume vor der Klinik entfernt

Erste Bäume vor der Klinik entfernt

SPD fordert Pflege- und Wohnstrategie

SPD fordert Pflege- und Wohnstrategie

586 Stunden im Stau - zwischen Wildeshausen und Groß Ippener

586 Stunden im Stau - zwischen Wildeshausen und Groß Ippener

Kommentare