Züge aus Süddeutschland sollen am Freitag in der Kreisstadt eintreffen

Flüchtlinge in Nienburger Kaserne erwartet

Ankunft von Flüchtlingen auf dem Münchener Bahnhof: Bis zu 100 von ihnen werden morgen in Nienburg erwartet.

Nienburg - von Rike Schockenhoff. Die Clausewitz-Kaserne in Langendamm wird zum Erstaufnahmelager für Flüchtlinge. Wie Jan Wendorf von der Stadt Nienburg auf BlickPunkt-Anfrage bestätigte, sollen am Freitag sowie in den folgenden Tagen Gruppen von Menschen mit Zügen aus Süddeutschland in Nienburg ankommen.

Beim niedersächsischen Innenministerium sei ein Kompetenzzentrum eingerichtet worden, das zum Beispiel auf Bundeswehrgelände provisorische Lager errichten lasse, erklärte Wendorf. Zuständig für diese Lager seien dann die Bundeswehr und Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die vom Innenministerium beauftragt und auch bezahlt werden. Seitens des ASB-Kreisverbands Nienburg hieß es am Donnerstagabend, Geschäftsführer Jens Sewohl sei in Langendamm vor Ort gewesen und habe sich einen Überblick über die Lage verschafft. Die Mitglieder seien in Einsatzbereitschaft versetzt worden, ein offizieller Auftrag vom Ministerium fehlte zu diesem Zeitpunkt aber noch. Die Rede ist von 20 bis zu 100 Flüchtlingen.

Zuerst hatte es geheißen, dass noch am Donnerstagabend die ersten Menschen in Nienburg eintreffen sollten, diesem Gerücht nahm Jan Wendorf aber die Grundlage. Erst am Freitag sowie vermutlich in den folgenden Tagen sollten Flüchtlinge mit Zügen aus Süddeutschland in den Norden kommen. Wie sich die Gruppen von Menschen zusammensetzten, wisse man in Nienburg noch nicht. Das Innenministerium biete zwar Hilfestellungen wie eine Telefonhotline für die Kommunen an, doch auch den Mitarbeitern fehlten die Informationen, welche und wie viele Menschen aus dem Süden nach Niedersachsen geschickt werden. Die Stadt Nienburg stehe bereit zu helfen, sagte Wendorf, und er gehe auch davon aus, dass die Unterstützung der Stadt nötig und willkommen sei. Sowohl städtische Mitarbeiter als auch Ehrenamtliche würden einspringen, um sich um die Organisation der Aufnahme und die Belange der Flüchtlinge zu kümmern. „Dolmetscher stehen bereit, die Feuerwehr hat bereits angeboten, für den Transport der Menschen vom Bahnhof zur Kaserne zu sorgen“, zählte Wendorf einige Wege auf, wie die Stadt helfen könne.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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