Tier stellt Naturschutz infrage

Landesjägerschaft: Abschuss des Rodewalder Wolfes konsequent

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Diese Wölfe leben im Wolfcenter Dörverden. Ein Artgenosse des Rodewalder Rudels soll nun erschossen werden.

Rodewald - Die Landesjägerschaft hält die Genehmigung für den Abschuss eines Wolfsrüden des Rodewalder Rudels im Landkreis Nienburg für folgerichtig.

"Wenn ein Rudel sich auf Nutztierrisse spezialisiert hat, sieht sogar die sehr strenge Naturschutzrichtlinie der EU Ausnahmen vor. Da ist es nur konsequent, wenn der Umweltminister (Olaf Lies/SPD) einen problematischen Wolfsrüden abschießen lassen will. Ich begrüße das", sagte Verbandspräsident Helmut Dammann-Tamke der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Dammann-Tamke, der auch CDU-Abgeordneter im niedersächsischen Landtag ist, hält aufgrund der steigenden Wolfspopulation eine Anpassung der EU-Naturschutz-Richtlinie (FFH) füt nötig. "Im Übrigen stellt auch der Wolf den Naturschutz infrage, etwa indem seltene Nutztierrassen, die auch unter Schutz stehen, gerissen werden." Das Problem müsse die Politik lösen. "Wir Jäger sind da raus", sagte Dammann-Tamke. Er verwies auf Frankreich, wo schon seit Jahren eine regulatorischer Abschuss von Wölfen erlaubt sei. Wenn die Akzeptanz völlig dahin sei, werde man auch in Deutschland wieder die Jäger rufen, prophezeite er.

"Der Wolf übt ohne Zweifel auf die Menschen eine Faszination aus, die aber in beide Richtungen geht - von kategorischer Ablehnung bis hin zu einer fast schon religiösen Überhöhung dieses Tieres", betonte Dammann-Tamke. Fakt sei, dass der Wolf ein Prädator, ein fleischfressendes Raubtier, sei, das an der Spitze der Nahrungspyramide stehe. "Wenn wir ihn lassen, wird er in den nächsten Jahren eine flächendeckende Besiedlung vornehmen. Es wird irgendwann auch ein Problem der Menge."

Abschussgenehmigung ruht

Die zunächst erteilte Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Roderwalder Wolfes ruht vorübergehend. Mit einem Eilrechtsverfahren hat der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ am Freitag die vom Niedersächsischen Umweltministerium getroffene Maßnahme gestoppt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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