Ausschuss bringt Bebaungsplanänderung auf den Weg

Wohnen „Im Meerbachbogen“: Erste politische Hürde genommen

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Der Anblick aus südlicher Richtung.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Vom Dienstleistungs- zum Wohnpark: Vor drei Wochen ebnete Nienburgs Politik den Weg für Wohnungen im leerstehenden Uhrturmgebäude am „Dienstleistungspark im Meerbachbogen“.

Am Donnerstag folgte selbiges für die Innenfläche der Straße „Im Meerbachbogen“. Ohne Gegenstimme votierte der Stadtentwicklungsausschuss für die Aufstellung eines Bebauungsplanes, der Wohnungen oberhalb des Erdgeschosses erlaubt.

Ein Investor hatte die betroffene Fläche bereits vor einiger Zeit erworben und plant dort im südlichen Teilbereich, also gegenüber dem Seniorendomizil im Meerbachbogen, ein Objekt mit gemischter Nutzung. Im Erdgeschoss sollen Gewerbeflächen für Büro, Therapie, Praxen und eventuell eine Pflegeeinrichtung geschaffen werden. In den beiden darüber liegenden Stockwerken sind Apartments mit rund 50 Quadratmetern Wohnfläche vorgesehen. Insgesamt könnten 20 Wohnungen entstehen.

Die seien für keine bestimmte Klientel vorgesehen, betonte SPD-Fraktionschefin Anja Altmann nachdrücklich. „Jeder, der es sich leisten kann, kann dort eine Wohnung mieten“, erklärte Altmann. Damit spielte die Sozialdemokratin auf die angebliche Zweckbestimmung von neuen Wohnungen für bestimmte Gruppen an. So war unter anderem im Zusammenhang mit den geplanten Wohnungen im Uhrturmgebäude von Objekten für Polizeischüler gesprochen worden.

Der Liberale Heiner Werner hatte weniger Probleme mit der Auswahl der Nutzer, als vielmehr mit dem äußeren Erscheinungsbild. Die vom Investor vorgelegten ersten Entwürfe bezeichnete er als wenig attraktiven „Hasenkasten“.

Ob das kombinierte Wohn- und Gewerbehaus den ersten Plänen nach seiner Fertigstellung entspricht, ist allerdings noch offen. „Es geht um einen Grundlagenbeschluss, ob das Projekt überhaupt angegangen werden soll“, verdeutlichte Class Bigos, Leiter des Sachgebietes Stadtplanung und Umwelt. Zudem kann die Stadt bei der weiteren Planung entsprechend Einfluss nehmen, da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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