Branchen-Folder für den Bereich Mittelweser weckt sogar Interesse im Ausland

Wirtschaftsförderung setzt die Region gut ins Licht

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WIN-Geschäftsführerin Uta Kupsch mit dem Branchen-Folder für den Wirtschaftsraum Mittelweser.

Nienburg - Ob es um ein Produkt geht, um die Vermarktung einer Firma oder darum, ein Gewerbegebiet bekannt zu machen – wer Erfolg haben will, muss sich etwas einfallen lassen. Dass das nicht zwingend heißt, auch viel Geld auszugeben, beweist die Wirtschaftsförderung im Landkreis Nienburg (WIN) mit ihren Aktionen für die heimische Wirtschaft an der Mittelweser.

„Wir haben erstmals einen Branchen-Folder für den Wirtschaftsraum Mittelweser entwickelt“, sagt WIN-Geschäftsführerin Uta Kupsch. Unter der Überschrift „Kompetenz für Energie von morgen“ transportiert der Folder eine klare Aussage: „Wir haben alles – außer Kernkraft.“

„Energie“, sagt die WIN-Chefin, „ist ganz klar eine unserer Kernkompetenzen in der Region“. Und tatsächlich findet man längs der Mittelweser eine Ballung an Knowhow, die der Laie vom oft zitierten ländlichen Raum nicht unbedingt erwarten würde und die selbst Kreis-Nienburgern in der Regel gar nicht bewusst ist: „Das Besondere sind die enge Verzahnung von regenerativen und klassischen Energieträgern, dabei eine hohe Kompetenz bei der Umsetzung dezentraler Lösungen und die praktische Entwicklung neuer Komponenten“, weiß Uta Kupsch: „Wir sind in der glücklichen Lage über eine Vielzahl verschiedenster Unternehmen unterschiedlichster Größe zu verfügen. Es gibt bei uns – beinah schon traditionell – nicht die eine Kern-Branche, um die sich alles rankt. Diese hohe Diversifikation der Wirtschaft – auch der Energiewirtschaft – gibt uns starke Innovations-Impulse. Einige unserer Unternehmen gehören mit ihrem Fachwissen zur Weltspitze.“

Der Wirtschaftsraum Mittelweser hat also einiges zu bieten – nur muss man das potenziellen Partnern auch vermitteln. Der neue Branchen-Folder soll dabei helfen, Interesse wecken und zum Gespräch einladen: „Wir bringen den Folder nicht bei jeder halbwegs geeigneten Messe mit vollen Händen unters Volk. Wir sprechen gezielt potenzielle Interessenten an“, schildert Uta Kupsch die Praxis der WIN beispielsweise bei der Agritechnica. „Dabei geht es uns nicht um Firmen, die weitere Windparks oder neue Biogasanlagen bauen. Wir gucken nach Betrieben, für die unser besonderes Fach- und Nischenwissen wichtig sein kann. Die sind interessant.“

Das sieht die Wirtschaft offenbar ähnlich – immerhin ergaben sich aus dem Besuch bei der Agritechnica interessante Kontakte nach Süddeutschland, Italien und Kontakte sogar bis

nach Kanada

Großbritannien und sogar bis nach Kanada. „Mit der Mittelweser-Region oder dem Landkreis Nienburg konnte man dort derzeit noch wenig anfangen. Aber unser Branchen-Portfolio hat überzeugt. Wir haben den direkten Kontakt zu Partnern aus dem Landkreis Nienburg hergestellt.“

Die WIN versteht sich nach den Worten ihrer Geschäftsführerin vor allem auch als Mittlerin – was in beide Richtungen funktionieren kann. Statt buntes Werbematerial nach dem Gießkannen-Prinzip zu streuen, setzt die WIN neben eigener Initiative auf Unternehmen, die vom Wirtschaftsraum Mittelweser überzeugt sind und entsprechend gute Multiplikatoren abgeben.

Namhafte Betriebe aus der Region machen sich sogar direkt im Folder für die Region stark. „Diese Firmen kommen selbst aus der Praxis und sprechen natürlich die gleiche Sprache wie die Unternehmen, die wir ansprechen wollen“, freut sich Uta Kupsch. · jh

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