Wirtschaft, Stadt Nienburg und Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Gewinner auf allen Seiten

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Kooperation gegen den Fachkräftemangel: Wirtschaftsförderer Walter Meinders, Ratsherr Heiner Werner, Kreishandwerksmeister Thomas Gehre, IHK-Geschäftsführer Andreas Raetsch, Oberst Hauke Hauschildt, Joachim Duensing (Agentur für Arbeit), Bürgermeister Henning Onkes, Standortältester Oberst Wolfgang Paulik sowie Fregattenkapitän Malte von Sprechelsen gestern bei der Vertragsunterzeichnung im Nienburger Rathaus.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Eine perfekte Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Während die Clausewitz-Kaserne in Langendamm im Jahr zwischen 100 und 120 gut ausgebildete Soldaten auf den Arbeitsmarkt entlässt, suchen Nienburgs Unternehmen händeringend gut ausgebildetes Fachpersonal.

Am Freitag unterzeichneten Stadt, Wirtschaftsverbände und Bundeswehr einen Kooperationsvertrag, der genau diese beiden Faktoren zusammenbringen soll. Die Idee entwickelten Nienburgs Wirtschaftsförderer Walter Meinders und Oberstleutnant Jochen Rosendahl, Kommandeur des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 in der Clausewitzkaserne. Die nun geschlossene Kooperationsvereinbarung bildet die Grundlage, dieses Gedankengerüst mit Leben, mit Inhalt zu füllen. Die Vorteile einer Kooperation für beide Seiten liegen auf der Hand: Die Bundeswehr hat in Zeiten einer Berufsarmee handfeste Argumente für den Standort Nienburg, nämlich eine Perspektive für die Soldaten nach ihrer militärischen Laufbahn auf dem freien Arbeitsmarkt. Die Unternehmen in der Region erhalten gut ausgebildete Fachkräfte, die ihr Fachwissen während ihrer Bundeswehrzeit zumeist vergrößert haben.

„Die Bundeswehr ist eine große Ausbildungsmaschinerie“, betonte Oberst Wolfgang Paulik, Standortältester der Clausewitz-Kaserne, im Rahmen der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Die Soldaten verlassen die Bundeswehr besser ausgebildet, als sie zu ihrem Eintritt waren.“ Und wenn man den oliven Lack abkratze, komme darunter eine solide zivile Ausbildung zum Vorschein. Überhaupt könne man die Bundeswehr nicht mehr mit der Armee zu Zeiten der Wehrpflicht vergleichen. Die Soldaten seien heute reifer, würden sich länger verpflichten und häufig mit ihren Familien an ihren Standort ziehen. „Mit der Kooperationsvereinbarung schaffen wir einen gemeinschaftlichen Weg, diese Menschen nach ihrer Bundeswehrzeit hier in der Region zu behalten“, betonte IHK-Geschäftsführer Andreas Raetsch. Die Wirtschaft könne es sich nicht leisten, dass dieses Fachkräftepotenzial der Region verloren gehen, mahnte Joachim Duensing, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Wir haben ein Interesse daran, dass Nienburg zur Heimat der in Langendamm stationierten Soldaten wird“, ergänzte Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes. „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, fühlt man sich wohl und wer sich wohlfühlt, bleibt“, meinte Heiner Werner, Vorsitzender des Fachausschusses für Wirtschaft und Marketing.

Um diese Rahmenbedingungen zu schaffen beziehungsweise zu verbessern, wollen die Kooperationspartner unter anderem gemeinsame Informationsarbeit in verschiedenen Bereichen anstreben. Durch den systematischen Aufbau gemeinsamer Netzwerke wollen sie weiterhin örtliche und regionale Initiativen stärken sowie Arbeitskreise für den Informationsaustausch zwischen Bundeswehr und Wirtschaft gründen. Zusammenfassend soll die Kooperationsvereinbarung den Soldaten der Clausewitzkaserne nach dem Ende ihrer Dienstzeit den Weg in Kreis-Nienburger Unternehmen ebnen. Flankierend dazu muss die Stadt den Familien ein Umfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen. Die geplante Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen solle sich übrigens nicht auf den Bereich der Stadt Nienburg konzentrieren, erklärte Wirtschaftsförderer Meinders. Vielmehr seien unter anderem die Wirtschaftsförderer im gesamten Kreis eingeladen „mit ins Boot zu steigen“.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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