Weder noch: Nienburger Bauausschuss vertagt Namensgebung

Susanna-Abraham-Platz oder -Brücke?

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Verwaltungsvorschlag: Der Platz vor der Klinik am Weserbogen könnte problemlos in Susanna-Abraham-Platz umbenannt werden.

NIENBURG - von Leif Rullhusen. Sie war eine überaus erfolgreiche Kauffrau und  Stifterin der Nienburger Synagoge. Deshalb soll das Wirken von Susanna Abraham mit der Benennung eines Platzes oder einer Straße entsprechend Würdigung finden. Aber was wird denn nun nach Susanna Abraham benannt?

Ein Platz, eine Straße oder doch lieber eine Brücke? Seit fast zwei Jahren suchen Verwaltung und Politik nach einem geeigneten Objekt. Und sie werden es wohl noch eine Weile weiter machen. Denn einen Vorschlag der Verwaltung vertagte der Nienburger Bauausschuss am Donnerstagabend. Der sah vor, den Bereich zwischen der Klinik am Weserbogen und dem Spargelbrunnen – also am südlichen Ende der Langen Straße – in Susanna-Abraham-Platz umzubenennen. „Ein salomonischer Vorschlag“, erklärte Nienburgs Chef-Stadtentwickler Volker Dubberke. Die Adresse würdige die erfolgreiche Kauffrau angemessen – vergleichbar mit dem Ernst-Thoms-Platz am anderen Ende der Langen Straße. Zudem erfordere die Maßnahme keine teure Adressänderung von Anwohnern und belaste das Stadtbudget damit nur wenig. Trotzdem stieß diese Idee nicht durchgängig auf Zustimmung. Der Platz sei keine angemessene Ehrung für die verdiente Bürgerin der Kreisstadt, kritisierte Sozialdemokrat Rüdiger Altmann. Er schlug vor, statt dessen die Fußgängerbrücke über die Weser umzubenennen, weil sie keinen Namen habe und Susanna Abraham in ihrem Leben „Brücken geschlagen und Grenzen überschritten“ habe. Mit ersterem liegt Altmann allerdings falsch: Die Brücke hat einen Namen, sie heißt derzeit Wesertorbrücke. Tim Hauschild (CDU) sagte, er habe bei beiden Vorschlägen das Gefühl, sie kämen „aus der Not“ heraus. Auch Dietmar Thomsik (WG) konnte sich weder mit dem vorgeschlagenen Platz noch der Brücke anfreunden. Ungeteilte Zustimmung bekam der Verwaltungsvorschlag hingegen von den Grünen. Die Brücke sei nicht würdig genug, schließlich habe Susanna Abraham in der Stadt und nicht außerhalb gelebt, erklärte Karim Iraki. Der Verwaltungsvorschlag sei gut. Einig waren sich die Ausschussmitglieder dann wieder bei dem SPD-Vorschlag, noch einmal in den Fraktionen über die Namensgebung zu beraten und vertagten daraufhin die Entscheidung.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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