Straßenmeisterei nimmt Stellung zur Abnahme von selbst angebrachten Nistkästen im Ort

Wechold fragt nach dem Warum

Johann Hustedt (knieend, l.), Carsten Hopmann (knieend, r.) und Arne Röhrs (vorne r.) sowie Wecholder Bürger sind enttäuscht über die Aktion der Straßenmeisterei.

WECHOLD (nis) Die Wecholder sind sauer. Die Straßenmeisterei hat die Nistkästen, die Jugendliche Anfang Februar aufgehängt hatten, von den Bäumen entfernt.

Am meisten enttäuscht ist Carsten Hopmann. Unter seiner Leitung hatte die Gruppe die selbst gebauten Holzkästen vor sieben Monaten angebracht, einen Großteil davon an Bäumen entlang der Kreisstraße 141.

Am Freitag holten Mitarbeiter der Straßenmeisterei Vilsen die Kästen herunter. Auf Nachfrage habe man ihm dort erklärt, dass es verkehrsgefährdend sein könne, wenn die Vögel aus den Kästen flögen. „Das sind doch keine Putenställe“, merkte Hopmann an. In den Häuschen nisteten hauptsächlich kleine Singvögel. Ein weiteres Argument sei gewesen, die Nägel würden die Bäume schädigen. „Als Baumschulmeister habe ich bereits unzählige Kästen aufgehängt“, erklärte Hopmann. Die größte Sorge bereitet den Wecholdern allerdings eine Aussage des Meisterei-Leiters Lüder Beermann. Die Kette einer Motorsäge könnte die Nägel erwischen. Das rief auch Gemeindebürgermeister Johann Hustedt auf den Plan: „Die wollen die Bäume weg haben.“

Ratsherr Arne Röhrs vermutet hinter der Aktion gar „eine Willkürhandlung, die wir nicht hinnehmen dürfen.“

Ein Unding sei es zudem, die Kästen einfach mitzunehmen, meinte Carsten Hopmann. „Man hätte uns das Wort lassen sollen“, sagt er. Es habe sich aber niemand bei ihm gemeldet.

Auf Nachfrage von dieser Zeitung bei der Straßenmeisterei gab Lüder Beermann Entwarnung. „Es besteht überhaupt keine Absicht, Bäume zu fällen“, betont er. Das sei nur der Fall bei mangelnder Standsicherheit. Er selbst habe bei einer vergangenen Fällaktion bei der unteren Naturschutzbehörde ein sofortiges Nachpflanzen beantragt. Die Meisterei habe die Kästen sogar extra über die Nist- und Brutzeit hängen lassen.

Zu den Argumenten äußerte er sich folgendermaßen: Tatsächlich würden die Nägel in den Bäumen nicht verrotten. Und eine Gefahr für den Straßenverkehr würde während der Fütterung bestehen. „Es gibt in der Gemeinde sehr viele Bäume, die nicht an einer Kreisstraße stehen. Vielleicht fänden sich sogar Pivatpersonen, die Nistkästen bei sich aufhängen würden. Die Meisterei habe keine Informationen gehabt, wer die Kästen aufgehängt hatte. Daher sei es auch nicht möglich gewesen, die entsprechenden Personen zu informieren.

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