Vereine zeigen Gesicht gegen Rassismus

Kleines Schild – große Geste

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Alle zusammen gegen Ausgrenzung: Das will der VfB Stolzenau demonstrieren.

Landesbergen/Stolzenau - Von Nikias Schmidetzki. Schon lange ist die Flüchtlingsdebatte im Landkreis Nienburg angekommen. Engagiert zeigen sich auch Vereine, in denen Aktive unterschiedlicher Nationalitäten gemeinsam trainieren.

Ganz offen mit dem Schild „Kein Platz für Rassismus und Gewalt" will jüngst der Landesberger SV ebenso ein Zeichen setzen wie der VfB Stolzenau. „Es ist zwar nur ein Schild mit vier Schrauben, jedoch mit vier Schrauben für Zivilcourage“, teilt VfB-Vorsitzender Karsten Hahn mit. Der Vorsitzende des Nienburger Fußballkreises, Michael Brede, hatte im Sommer dazu aufgerufen, dieses Schild auf den Kreis Nienburger Sportplätzen anzubringen. Und weiter: „Viele unserer Mitglieder haben einen Migrationshintergrund und zeigen täglich, dass Sport, völlig unabhängig von der Herkunft, verbindet, Spaß macht und Freundschaften entstehen lässt.“ Der VfB freue sich vor allem vor dem Hintergrund, „das ganz aktuell zwei Asylanten aus der Elfenbeinküste in die Fußballmannschaft des VfB und darüber auch in die Ortsgemeinschaft integriert werden“, betonen der dritte Vorsitzende Ingo Straaß und Fußball-Spartenleiter Maurice Kruse. Zudem sind noch weitere Mitglieder mit Migrationshintergrund, insbesondere jugendliche Fußballer und Teilnehmer beim „Eltern-und-Kind-Turnen, aktiv in den Reihen des Stolzenauer Vereins.

Auch in Landesbergen hängt das Schild.

Ganz ähnliche Töne sind aus Landesbergen zu vernehmen: „Für den Landesberger SV spielt es keine Rolle, woher ein Sportler kommt oder welche Sprache er spricht, Hauptsache er ist mit Spaß und Begeisterung beim Sport dabei. Aus diesem Grund finden wir, dass dieses Schild zwar keine Wunder bewirkt, aber es dennoch eine gute Idee und ein erster Schritt sind, der rechten Minderheit zu zeigen, das bei uns für Rassismus kein Platz ist“, teilen die Verantwortlichen mit.

Außerdem aus dem Landkreis Nienburg dabei sind der VfL Münchehagen sowie der ASC Nienburg. Empfohlen ist die Aktion auch vom Bundespräsidenten, dem DFB (Deutschen Fußball-Bund) und dem NFV (Niedersächsischer Fußballverband). Weitere Informationen und die Plakette gibt es im Internet.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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