Samtgemeinde-Verwaltung bildet derzeit zwei Verwaltungsfachangestellte aus

Ungeheuer vielseitige Arbeit

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Die beiden Auszubildenden der Samtgemeinde: Ann-Kathrin Feddeler und Steffen Tochtenhagen. ·

Samtgemeinde - „Ich würde es wieder genauso machen!“ Steffen Tochtenhagen ist  Auszubildender im dritten Lehrjahr bei der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Nach  seiner Abschlussprüfung im  Juni 2013 darf er sich dann „Verwaltungsfachangestellter“ nennen.

Die Arbeit mache ihm Spaß, sagt er – insbesondere weil sie sehr vielseitig sei. Ann-Kathrin Feddeler muss sich noch davon überzeugen: Sie arbeitet erst seit dem 1. August abwechselnd in den beiden Samtgemeinde-Rathäusern in Hoya und  Eystrup. Ihr erster Eindruck sei aber „überaus positiv“.

Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. Sie umfasst Schulblöcke und praktisches Arbeiten. Vor der Zwischen- und der Abschlussprüfung stehen jeweils längere Lehrgänge auf dem Plan der Auszubildenden – zur Vorbereitung auf die Tests. Die Lehrlinge durchlaufen alle Bereiche im Rathaus: vom Bau-, Ordnungs- und Standesamt bis zur Kämmerei. „Das Rathaus ist ein ungeheuer vielfältiger Arbeitsplatz“, sagt Wilfried Imgarten, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister. Die Ausbildung sei dementsprechend breit angelegt. Steffen Tochtenhagen nickt.

In der Regel fordere die Samtgemeinde einen Realschulabschluss, erzählt Wilfried Imgarten. Aber Bewerber mit einem guten Hauptschulabschluss hätten auch Chancen. Wenn die schriftlichen Unterlagen stimmen, absolvieren rund 15 der Anwärter einen Test der „Deutschen Gesellschaft für Personalwesen“. Dabei sind Logik, Allgemeinwissen, Um-die-Ecke-Denken und einiges mehr gefragt. Wer am besten abschneidet, bekommt die Lehrstelle – wenn anschließend auch der Samtgemeinderat zustimmt.

Die angehenden Verwaltungsfachangestellten sollten pünktlich, kontaktfreudig und gewissenhaft sein. EDV-Kenntnisse sind von Vorteil, und ein richtiger, sicherer Sprachgebrauch ist unerlässlich. Und Mathe sollte den Auszubildenden auch liegen, denn vor allem in der Kämmerei müssen sie fit im Rechnen sein.

Ann-Kathrin Feddelers erste Station ist das Ordnungsamt. Nachdem sie alle Mitarbeiter kennengelernt hat, übernahm sie zunächst Aufgaben wie Nachtragungen ins Geburtenbuch oder Kontrollgänge über den Hoyaer Wochenmarkt. Die 19-jährige Steimbkerin hat sich bei der Samtgemeinde beworben, weil sie sich für die Verwaltungstätigkeit interessiere, sagt sie. Außerdem gefalle ihr der Kontakt mit den Bürgern – und das breite Aufgabenfeld, das der Beruf mit sich bringt. Auf die kommende Ausbildungszeit freue sie sich schon, und am Ende möchte Ann-Kathrin Feddeler „gut abschließen“.

Steffen Tochtenhagen macht seinen Abschluss 2013. Was danach kommt, weiß er noch nicht. Wenn eine passende Stelle in der Verwaltung frei sei, würde er „am liebsten bleiben“.

„Wir übernehmen die jungen Menschen immer gerne“, sagt Wilfried Imgarten. Aber es müsse eben eine Stelle frei sein – und den Stellenplan bestimme nun mal der Samtgemeinderat. Aktuell beschäftigt die Samtgemeinde fast 150 Menschen, rund 50 davon im Verwaltungsbereich.

Haben Steffen Tochtenhagen und Ann-Kathrin Feddeler ihre Lehre abgeschlossen, können sie sich weiterbilden – mit einem zweiten Angestellten-Lehrgang. Er kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden und ermöglicht es, „höhere“ Tätigkeiten zu wahrzunehmen. „Bürgermeister oder sogar Samtgemeindebürgermeister können sie theoretisch auch werden“, sagt Wilfried Imgarten und ergänzt, dass die Beiden das allerdings nicht aus eigener Kraft schaffen könnten.Dafür müssten sie sich wählen lassen. · abü

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