Abfälle aus den 80er/90er Jahren

Atommüllfässer aus Leese werden für Endlagerung vorbereitet

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Die Fässer in Leese sind stapelweise eingelagert.

Leese - Fast 1.500 Atommüllfässer im Zwischenlager Leese  sollen bis zum Jahr 2030 für die Endlagerung verpackt werden. Ab Ende 2019 sollen dafür pro Jahr etwa 150 Fässer nach Jülich (Nordrhein-Westfalen) gebracht werden.

Dies teilte das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag in Hannover mit. Die Kosten von 10 bis 15 Millionen Euro würden vom Bund erstattet. Die 1.484 Fässer enthalten den Angaben zufolge schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus den 1980er/90er Jahren aus den Bereichen Medizin, Forschung und Technik. Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ über die Pläne berichtet.

„Niedersachsen bereitet alles dafür vor, die Fässer so früh wie möglich endlagergerecht an den Bund zu übergeben", teilte Umweltminister Olaf Lies (SPD) mit. In Jülich ist die GNS Gesellschaft für Nuklear Service zuständig. Die Fässer werden für eine spätere Einlagerung im Schacht Konrad in spezielle Container verpackt - und danach zunächst wieder im Zwischenlager Leese eingelagert.

Im April 2018 wurde bekannt, dass mehr als 400 Fässe in Leese überprüft werden müssen. Demnach müssten einige beschädigte Fässer getrocknet werden, bei anderen hochgiftige Stoffe neu umschlossen werden.

In Leese sind zudem noch 3400 weitere Fässer. Sie sind neuer, müssen aber auch noch besser verpackt werden. Das Umweltministerium plant, dies mit der zuständigen Firma, GE Healthcare, nun anzugehen, sagte eine Sprecherin.

dpa

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