Übung mit Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk in Holte-Langeln

Tierseuchen-Bekämpfung: Feuerwehr ist vorbereitet

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In Schutzanzügen übten Einsatzkräfte des ABC-Zuges das Reinigen eines Lkw (in diesem Fall ein Feuerwehrfahrzeug).

Holte/Langeln. Tierseuchen-Bekämpfung gehört zu den vielfältigen Lagen, denen sich Einsatzkräfte der Feuerwehren konfrontiert sehen könnten. Um auf einen solchen Fall vorbereitet zu sein, übten jetzt mehr als 60 Mitglieder von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) sowie Rettungsdienst den Ernstfall. 

Das Szenario fand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Heinrich Windhorst im Wietzener Ortsteil Holte-Langeln statt.

Im Verlauf der Übung, berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Uwe Schiebe, galt es, die Abläufe auf praktischer, operativ-taktischer und administrativer Ebene zu überprüfen und die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen und Fachbereiche zu proben.

Unter der Federführung des Fachbereiches Veterinärwesen war die Technische Einsatzleitung (TEL) gefordert, verschiedene Szenarien durchzuspielen. Während der ABC-Zug mit Unterstützung des THW für den Aufbau einer Dekontaminations-Schleuse sorgte, hatten die Supporter – die Logistikeinheit des ABC-Zuges – die Aufgabe, die benötigten Fahrzeuge und Gerätschaften zur Einsatzstelle zu schaffen. Dazu gehörten neben verschiedenen Abrollbehältern (AB) wie dem für Infrastruktur oder Teleskoplader auch Auffangbehälter für das Wasser aus der Dekontaminations-Schleuse und Desinfektionsmittel in Gitterboxen.

Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) bauten ein Gerüst zur Reinigung von Fahrzeugen auf.

Der Aufbau der Dekontaminations-Schleuse durch das THW mit Gerüstbauteilen, um Fahrzeuge von allen Seiten und auch von oben reinigen zu können, erwies sich laut Schiebe als sehr zeitaufwendig. Als „erfreulich“ bezeichnete es der Feuerwehr-Pressesprecher, dass das THW seit einiger Zeit über die nötigen Gerüstbauteile und Laufplanken verfügt: Um die Mittagszeit konnten dann Einsatzkräfte des ABC-Zuges in Schutzkleidung mit der Reinigung und Desinfektion eines Lastwagens beginnen. „Im Ernstfall ist es wichtig, dass Fahrzeuge, die den Sperrbereich anfahren wollen, gereinigt sind. Nach dem Be- oder Entladen darf der Bereich nur desinfiziert verlassen werden“, so Schiebe.

Der Leiter des Veterinäramts, Dr. Kay Schimansky, nahm an der Übung teil. Aufmerksame Beobachter der Übung waren die Brandabschnittsleiter Volker Brinkmann und Andreas Wulff, Wilhelm Schumacher von der Umweltbereitschaft und der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ehler Lange. Auch Marklohes Samtgemeindebürgermeisterin Dr. Inge Bast-Kämmerer verfolgte aufmerksam das Geschehen. Abschließend dankte Werner Dieckhoff vom Fachdienst Brandschutz und Rettungsdienst des Landkreises Nienburg allen Übungsteilnehmern und besonders der Familie Windhorst.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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