Hoyaer Stadtrat fördert Bau eines Glockenturms und will Bebauungsplan ändern

Ein Überschuss, zwei Zuschüsse

Hoya - Der Hoyaer Rat hat am Montag bewiesen, wie sinnvoll die neu eingeführte Einwohnerfragestunde zu Beginn einer Sitzung ist, und die von den Anwohnern des Baugebiets „Hoya-Nord III“ geäußerten Anregungen in seinen Beschluss einfließen lassen. Außerdem gewährt er der Kirche und dem Musikzug Zuschüsse und hat den Jahresabschluss 2010 bestätigt.

Der Überschuss 2010 beläuft sich auf fast 41 000 Euro. Arne Henrik Meyer (SPD) bescheinigte daraufhin der Verwaltung eine gute Arbeit: „Dafür gilt ihr Dank.“

Zum geplanten Bau eines Glockenturms auf dem Friedhof gewährt der Rat der Kirche einen Zuschuss von 25 Prozent, maximal 9 000 Euro. Die Samtgemeinde fördert den Bau mit der gleichen Summe. Sie ist für das Friedhofswesen zuständig. Olaf Heye (Bürgerforum plus 3) sagte daraufhin: „Der Glockenturm ist wichtig, aber die Stadt ist nicht zuständig. Wir können nicht verstehen, warum die Samtgemeinde nur die Hälfte der Förderung zahlen will.“ Fritz Groß (CDU) hatte zuvor davon gesprochen, man wolle das Projekt „zu Ende bringen.“ Vor Jahren war es bereits bei der Erweiterung der Kapelle aus Kostengründen zurückgestellt worden. Gegen die Stimmen der Gruppe „Bürgerforum plus 3“ beschloss der Rat die Förderung.

An der Sanierung des Vereinsheims des Musikzugs will sich die Stadt ebenfalls beteiligen. Das Gebäude an der Kirchstraße, in dem einst der Kindergarten untergebracht war, benötigt für rund 20 000 Euro neue Fenster und eine neue Heizungsanlage. Beide Gruppen im Rat lobten die gute Arbeit, die der Verein für Hoya leistet. Das Bürgerforum plus 3 hielt einen Zuschuss von 5 000 Euro für gerechtfertigt, stimmte aber für den SPD/CDU-Vorschlag, 50 Prozent der Sanierungskosten zu übernehmen, maximal 10 000 Euro.

Für das Baugebiet „Hoya-Nord III“ (Auf dem Kuhkamp, zwischen Tankstelle und Lebenshilfe) will der Rat den Bebauungsplan ändern. Die im Jahr 2000 darin festgeschriebene Traufhöhe von maximal vier Metern soll fallen, weil sie den Bau der derzeit modernen Stadtvillen ausschließt. Fünf Anwohner erklärten, dass sie dadurch den „dörflichen Charakter“ gefährdet sähen. Der Rat gab ihnen Recht und beschloss, die Änderung auf den bislang größtenteils unbebauten Bereich zu beschränken. Der Änderungsvorschlag wird demnächst für vier Wochen im Rathaus ausgelegt. Erst danach entscheidet der Rat abschließend darüber.

Zum Ende der Sitzung kritisierte die SPD/CDU-Gruppe die Führung des Kulturausschusses durch Heike Krüger (Bürgerforum). Es seien Themen außerhalb der Tagesordnung angesprochen worden, einige Drucksachen hätten gefehlt. „Ich bitte, meine Kritik als konstruktiv anzusehen“, schloss Fritz Groß. Martin Claus (Bürgerforum) sagte, SPD und CDU hätten sich an eine offen geführte Sitzung zu gewöhnen. Heike Krüger verwies auf mangelnde Unterstützung durch die Verwaltung. Stadtdirektor Detlef Meyer versuchte, die teils hitzige Debatte zu beenden: „Wir wollen alle voneinander lernen und sollten das nicht überbewerten.“ · mwe

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