Wasserverband: Grundsätzlich gleiche Probleme wie im Heidekreis

Trinkwasserversorgung: Lage in Nienburg noch nicht dramatisch

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Wenn Rasenflächen bei den derzeitigen Temperaturen grün bleiben sollen, brauchen sie viel Wasser. Erhalten sie das in der Nacht, bekommen die Trinkwasserversorger Probleme.

Landkreis - Von Leif Rullhusen. Eine Wasserkrise, wie in Südafrika, ist in dieser Region derzeit noch nicht zu befürchten. Doch die anhaltende Hitze und Trockenheit führt nun auch in Niedersachsen zu ersten Wasserengpässen.

Zu Beginn der Woche spitzte sich die Situation unter anderem im benachbarten Heidekreis zu. Insbesondere die Förderbrunnen und Aufbereitungsanlagen der Stadtwerke Böhmetal laufen am Limit, berichtete der NDR.

Im Landkreis Nienburg ist die Lage ebenfalls angespannt, aber bislang nicht dramatisch. Grundsätzlich hat der Kreisverband für Wasserwirtschaft allerdings mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie im Heidekreis.

„Wir haben genügend Grundwasser im Boden, aber die Menschen verbrauchen zu viel, auch zu untypischen Zeiten“, erklärt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter für die Trinkwasserversorgung beim Wasserverband.

Insbesondere nachts sei der Wasserverbrauch stark gestiegen. In der Regel könnten sich die Speicherbehälter für das Trinkwasser in den Nachtstunden wieder erholen und wären am Morgen für den täglichen Bedarf gefüllt. „Nun laufen die Rasensprenger vielfach nachts durch. Auch der Swimmingpool wird gerne über Nacht gefüllt“, berichtet Oltmann. Das bringe den typischen Verbrauchszyklus durcheinander. Deshalb appeliert er an die Bürger, ihren Wasserverbrauch dem Tagesryhtmus anzupassen. „Wenn die Menschen schlafen gehen, sollte das auch der Rasensprenger“, fordert der Abteilungsleiter für die Trinkwasserversorgung auf.

Noch seien diese Empfehlungen reine Vorsorgemaßnahmen. Wenn in den kommenden ein bis zwei Wochen weiter kein anhaltender Regen falle, könne sich die Lage im Landkreis Nienburg allerdings verschärfen.

Kein Problem für die Trinkwasserversorgung stelle gegenwärtig die Beregnung landwirtschaftlicher Flächen im Landkreis Nienburg dar. „Das sind nur eine handvoll Betriebe, die wir im Ernstfall direkt ansprechen können“, verdeutlicht Oltmann.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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