176 Teilnehmer bei fünftägiger Silvester-Tagung in Loccum

Träume von laut bis leise – verinnerlicht oder ausgelebt

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Den Clown in sich entdecken und ihm Raum geben – dazu lädt Clownin Tanja Streller bereits zum dritten Mal bei der Loccumer Silvester-Tagung ein. ·

Nienburg - Von Beate Ney-JanßenLOCCUM · Ihre Lebens-Träume sind für 176 Teilnehmer der Silvester-Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum das Thema gewesen, mit dem sie sich fünf Tage lang befasst haben. Jugendliche und Erwachsene, Alleinstehende und Paare, Freunde und Familien mit Kindern haben die Tagung gemeinsam erlebt.

Mancher Traum hat wohl ein abruptes Ende gefunden oder ist zumindest gestört worden, als in der ersten Nacht der Tagung der Feueralarm in der Akademie ausgelöst wurde. Mehr als ein Fehlalarm ist es nicht gewesen, der durchdringende Signalton hat trotzdem alle aus den Betten gerissen.

Für alle anderen Träume bestanden allerdings gute Aussichten, denn die schon traditionelle Tagung zu Silvester wartete wieder mit einem Programm auf, das vielfältige Möglichkeiten anbot, sich dem Thema zu nähern. Mit einer Auswahl von zwölf Workshops, mit einem Besuch des Loccumer Klosters bei Kerzenschein, mit Chansons und Couplets der 1920er-Jahre, Entspannungsübungen, Medita tionen, Andachten, Gottesdienst und selbstverständlich einer großen gemeinsamen Silvester-Party haben mehr Teilnehmer als jemals zuvor die Tagung erlebt.

Meditation und Spiritualität sind der Aufgabenbereich von Gabriele Arndt-Sandrock als Studienleiterin der Akademie, Joachim Herth hingegen vertritt den Loccumer Arbeitskreis für Meditation (LAM). Beide gemeinsam haben die Tagung geleitet, haben ihr meditative Elemente gegeben, aber bei der Frage nach den Lebens-Träumen auch viele andere Aspekte einbezogen.

Auf der Bühne stehen, um zu singen, zu rezitieren und eine Rolle zu spielen, ist einer dieser Aspekte gewesen, den Clown in sich selbst zu entdecken und ihn für einige Tage auszuleben, ein anderer. Auf eine Schatzsuche konnten sich Kinder begeben – und ihre persönlichen Schätze in eigenen Schatztruhen verstauen.

Ein ganzes Orchester hat Hermann Naehring innerhalb der fünf Tage auf die Beine gestellt – geübte Musiker haben ebenso wie blutige Anfänger darin mitwirken können. Wer seine Träume lieber zu Papier bringen wollte, entschied sich für eine Schreibwerkstatt, intensive Gespräche haben hingegen im Mittelpunkt des Biographie-Workshops gestanden und um nächtliche Träume als Schatzkiste des Unterbewusstseins ging es anderen Teilnehmern.

Kunstwerke schaffen mit Druckgrafiken, die Hände brennend rot werden lassen beim ausdauernden Schlagen auf afrikanische Trommeln, die Auseinandersetzung mit biblischen Texten oder Aggression in Achtsamkeit, die den Stockkampf zur Kunst werden lässt. Ob nun laut oder leise, verinnerlicht oder ausgelebt, haben doch in allen Workshops Träume für das eigene Leben im Mittelpunkt gestanden.

Das Verbindende des Themas haben alle Teilnehmer immer dann gespürt, wenn abseits der Workshops gemeinsame Aktionen angeboten wurden. Wie etwa beim Gang zum Loccumer Kloster, den nächtlichen Weg nur von Kerzen beleuchtet und schweigend marschierend, um Tauferinnerung im Kreuzgang, Gesang in der traumhaften Akustik des Kapitelsaals oder Bilder von Träumen in der Johannes-Kapelle zu erleben.

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