Walter Busse aus Landesbergen leitet die Notunterkunft in Oerbke

Er trägt Sorge für 1400 Flüchtlinge

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Die Ankunft eines Busses an der Unterkunft.

Oerbke/Landesbergen. Obdach für 1400 Flüchtlinge – das bietet die Notunterkunft im „Camp Oerbke“ bei Bad Fallingbostel. Das Ministerium für Inneres und Sport hatte die Johanniter mit der Einrichtung beauftragt. Seit einer Woche leitet Walter Busse, Ortsbeauftragter aus dem Johanniter-Ortsverband Landesbergen, die Einrichtung.

Koordinieren und viele Gespräche führen: Walter Busse (l.) im Dialog mit Heidekreis-Landrat Manfred Ostermann.

Ehrenamtlich. Und mit dem festen Willen, der Verantwortung für die Unterbringung von 1400 Menschen gerecht zu werden. Er koordiniert als Gesamteinsatzleiter des humanitären Einsatzes die anwesenden Hilfskräfte der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks (THW), der Feuerwehren, der Deutschen Lebensrettung Gesellschaft (DLRG), der Johanniter und auch der zahlreichen Ehrenamtlichen in der Kleiderkammer und freiwilligen Dolmetscher aus dem Umkreis. Seine Aufgabe ist es, die Notunterkunft in den nächsten Wochen in den sogenannten „Regelbetrieb“ zu überführen. Schon bald werden die ehrenamtlichen Helfer des Katastrophenschutzes wieder in ihre Dienststellen einrücken und die Unterkunft mit hauptamtlichen Mitarbeitern geführt werden. „Im Moment läuft alles ruhig und geordnet ab. Die Johanniter werden bis zu 25 neue Arbeitsplätze schaffen, wobei die ersten Einstellungen bereits erfolgt sind“, sagt Walter Busse. Gesucht werden Fachkräfte im Bereich Rettungsdienst, kaufmännischer Leitung, Dolmetscher und Menschen mit sozialer Kompetenz, die für die Betreuung vor allem der zahlreichen Kinder verantwortlich sein sollen.

Walter Busse bespricht sich mit Anja Homann.

Viel Zeit, sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten, hatte Walter Busse nicht. Am Sonnabend der vorletzten Woche erhielt er einen Anruf von Uwe Beyes, Regionalvorstand im Regionalverband Niedersachsen Mitte der Johanniter-Unfall-Hilfe. Uwe Beyes bat ihn, die Leitung der neu eingerichteten Notunterkunft Oerbke zu übernehmen. „Ich habe die Bitte mit meiner Frau besprochen“, sagt Walter Busse. „Und dann bin ich nach Oerbke gefahren.“ Der einstige Bürgermeister der Samtgemeinde Landesbergen ist ein Mann der Tat. Der Richtige, um Strukturen zu schaffen, sagt Regionalvorstand Uwe Beyes.

Die Johanniter haben für Menschen, die mit Sachspenden und ehrenamtlichem Einsatz die Notunterkunft Oerbke unterstützen wollen, eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie ist erreichbar unter Tel. 0511/ 67 89 66 33 und per E-Mail an fluechtlingshilfe.nb@johanniter.de.

Seit der Übernahme der Einrichtung ist Walter Busse nur einmal kurz für ein paar Stunden zu Hause gewesen. „Man muss auch mal raus, um abschalten zu können“ sagt Walter Busse. Er absolviert in diesen Tagen ein umfangreiches Programm. Zwischen Lagebesprechungen, Telefonaten und Terminen mit Menschen mit unterschiedlichen Anliegen müssen vielfältige Entscheidungen schnell und professionell getroffen werden. So wartet nach einem Gespräch mit Vertretern des Innenministeriums bereits die Flüchtlingsbeauftragte des Johanniter Regionalverbandes Anja Homann auf ihn. In einem weiteren leer stehenden Block sollen Gemeinschaftsräume für die Flüchtlinge entstehen. Ein geeigneter Raum für die Kinderbetreuung wird ebenso benötigt wie ein Raum in dem ausreichend Waschmaschinen Platz finden. Es gibt noch viel zu tun, bis Walter Busse seinen Auftrag erfüllt haben wird.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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