Tourismuszahlen auch im ersten Quartal 2016 rückläufig

„Kein negativer Trend“

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Der Landkreis ist insbesondere bei Radtouristen wie Ursula und Gerd Schenk sehr beliebt. Das Dortmunder Ehepaar legte gestern auf dem Weg nach Cuxhaven eine Übernachtungspause in Nienburg ein.

Landkreis - von Leif Rullhusen. Während der Tourismus in Niedersachsen boomt, bleiben Gästezimmer im Landkreis Nienburg immer häufiger leer. Das sagen zumindest die Zahlen des statistischen Landesamtes aus.

Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete die Region einen empfindlichen Rückgang der Übernachtungen von 8,5 Prozent. Ein Trend, der sich – wenn auch abgemildert – in den ersten drei Monaten dieses Jahres fortgesetzt hat. Von Januar bis März 2016 sanken die Übernachtungszahlen gegenüber dem stark rückläufigen ersten Quartal 2015 nochmals leicht um 899 auf 46 042 ab. Vor zwei Jahren waren es über den gleichen Zeitraum hinweg noch 51 653 gewesen.

Als das niedersächsische Landesamt für Statistik die Zahlen des vergangenen Jahres veröffentliche, erklärte Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser Touristik in Nienburg, dass es der erste Rückgang der Übernachtungszahlen im Landkreis Nienburg seit 13 Jahren sei und die Stimmung in den Beherbergungsbetrieben gut sei. Das sei nach wie vor der Fall. Zudem warnte er vor übereiltem Pessimismus. Auch angesichts der aktuellen Zahlen könne man deshalb keinesfalls von einem Negativtrend sprechen. Den Rückgang von knapp 900 Übernachtungen dürfe man nicht überbewerten. Er könne schon durch monatliche Verschiebungen zustande kommen. Eine verlässliche Aussage sei daher erst am Jahresende möglich. „Die langfristige Entwicklung des Tourismus an der Mittelweser ist auf einem guten Weg“, betont Fahrland. Der Weserradweg habe gerade erst wieder seinen zweiten Rang als beliebtester Radfernweg bestätigt.

Ein Engpass ist seit Jahren das mangelnde Übernachtungsangebot in der Stadt Nienburg. Gerade für größere Anlässe, wie Tagungen oder Kongresse fehlen die entsprechenden Räumlichkeiten. Seit Jahren ist deshalb ein Hotelneubau in direkter Nachbarschaft zum Theater und Wesavi geplant. Auch ein Investor steht mit dem Bremer Geschäftsmann Rolf Specht bereit. Trotzdem hängt das Projekt scheinbar in einer Endloswarteschleife. Allerdings lassen sich allein damit die seit vergangenem Jahr rückläufigen Tourismuszahlen im Landkreis Nienburg nicht hinreichend erklären.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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