Ulla Ihnen besucht „Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer“ in Winzlar

Tierischer Empfang für die Staatssekretärin

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Nur die Laubfrösche sind eingefangen worden: Thomas Brandt (l.) und Karl-Heinz Garberding präsentieren Staatssekretärin Ulla Ihnen die kleinen grasgrünen Tiere. ·

Nienburg - WINZLAR · Ein wichtiger Baustein für den Naturschutz am Steinhuder Meer ist die Arbeit der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) in Winzlar. Ein weiterer das Geld, das das Land Niedersachsen dafür ausgibt. Mit einem Antrittsbesuch hat sich nun Ulla Ihnen, die seit Beginn des Jahres Staatssekretärin im Umweltministerium ist, über die Arbeit der ÖSSM informiert.

„Da haben Sie mir ein schönes Stück Niedersachsen gezeigt!“ Begeisterung klang aus der Stimme der Staatssekretärin, nachdem der Leiter der ÖSSM, Karl-Heinz Garberding, und deren wissenschaftlicher Leiter Thomas Brandt sie ein Stück auf dem Rundwanderweg um das Steinhuder Meer geführt hatten. Die Natur hatte sich auf diesen Spaziergang anscheinend ebenfalls eingestimmt, denn neben Sonnenschein und bezaubernden Blicken auf die Landschaft mit Meer und Meerbruchswiesen ließen sich auch allerhand Tiere sehen. Rund 30 Störche habe sie auf der Fahrt nach Winzlar schon auf einer Wiese gesehen, sagte Ihnen. In der Station selbst habe sie dann das Fischadler-Pärchen beobachten können, dessen Familienleben per Webcam öffentlich gemacht werde.

Auf dem Rundwanderweg gab es aber mit Tausenden von Graugänsen auf einer der nassen Wiesen, mit zwei Seeadlern auf ihrem Horst und einer Schwanenfamilie, die betulich auf dem Steinhuder Meer schwamm, noch weitaus mehr für sie zu sehen. Lediglich die drei kleinen Laubfrösche, die Brandt der Staatssekretärin zeigte, hatte er kurz vor dem Besuch eingefangen und in ein Terrarium gesetzt – sie wären wohl kaum dem Besuch zu Ehren über den Weg gehüpft. Was Naturschutz am Steinhuder Meer bewirkt hat und welcher Artenreichtum dort wieder herrscht, ist der Staatssekretärin eindrucksvoll vor Augen geführt worden.

„Das Land kann stolz sein auf solch eine tolle Institution“, sagte Ihnen dann auch. Insbesondere beeindrucke sie, wie Naturschutz und Tourismus sich mittlerweile ergänzten. Bei aller Euphorie ließ Garberding es sich nicht nehmen, dem Besuch eine Bitte mitzugeben. In den vergangenen zehn Jahren seien die Aufgaben, die die ÖSSM übernehme, um viele neue Bereiche ergänzt worden. Der vermehrte Aufwand müsse aber immer noch mit der Personaldecke von vor zehn Jahren bewerkstelligt werden. Wie diese Aufgaben sinnvoller verteilt werden könnten und an welcher Stelle die Station sich zusätzliches Personal wünsche, solle bei einer Klausurtagung im September beraten werden. Versprechen wollte Ihnen nichts, versicherte Garberding aber den guten Willen des Ministeriums. „Solch eine erfolgreiche Organisation ist es wert, dass auch wir uns anstrengen“, fügte sie hinzu.

Die Verträge zwischen den Naturschutz-Organisationen am Steinhuder Meer und dem Land Niedersachsen laufen bis Ende 2014 – bis dahin ist die Naturschutzarbeit also zumindest auf der bisherigen Grundlage gesichert. · ade

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