Theatergruppe Wechold gastiert mit „Plünnenball“ in Hoya und Nienburg

Theatralischer Selbstbetrug

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Dieter Clausen, Martina Helms und Heike Lilienthal (v.l.) überzeugten bei der Premiere des plattdeutschen Theaterstücks „Plünnenball“ im „Lindenhof“ in Hoya. ·

Hoya - Die hohe Kunst der Maskerade, der Illusionen und des Selbstbetrugs präsentiert die Theatergruppe Wechold zurzeit im plattdeutschen Theaterstück „Plünnenball“ nach einem Text von Konrad Hansen.

Im „Lindenhof“ in Hoya ist das gleichermaßen nachdenkliche wie humorvolle Stück am Sonntag, 16. Dezember, sowohl um 9 Uhr als auch um 15 Uhr zu sehen. Im neuen Jahr gastiert das Ensemble für drei Aufführungen am 11. (20 Uhr) und 12. Januar (11 und 15 Uhr ) im Filmhof Hoya. In Nienburg ist die Gruppe am Freitag, 14. Dezember, um 20 Uhr zu Gast.

Die Zuschauer erwartet ein Schauspiel mit Tiefgang, ein Mix aus Humor und Nachdenklichkeit, Witz und Appell, Alltagspointen und Wiedererkennungswert. Das bewiesen die sechs Darsteller kürzlich bei der Premiere im „Lindenhof“. „Vörweg“ boten Luisa Weißköppel und Jan Beermann einen Einblick in den Plot der Geschichte. Die zwei Jungdarsteller trugen so bereits vor Beginn der Aufführung zur guten Stimmung bei.

Mit dem Auftreten der zwei Schwestern Berta (Heike Lilienthal) und Pauline (Martina Helms) beginnt das eigentliche Stück. Mit Leidenschaft und Engagement verkörpern die Frauen zwei Schwestern wie Tag und Nacht und ihre trotz identischer genetischer Abstammung völlig unterschiedlichen Sichtweisen zu verschiedenen Themen. Lilienthal und Helms verstehen das Handwerk, hauchen ihren Rollen die nötigen Charakterzüge ein und bringen das Publikum zum Lachen.

Herrlich anzusehen ist auch der von Hermann Beermann verkörperte Ex-Sträfling Richard, der die Beute seines Raubüberfalls sicher verstaut weiß. Mit einer Mimik und Gestik, die den Zuschauer manchmal ganz ohne Worte die Tränen in die Augen treibt, gestaltet Beermann seine Figur.

Überzeugen kann auch Hendrik Helms in der Rolle des gescheiterten Medizinstudenten Heinz-Werner, der Medikamente ausfährt und von seiner Mutter deshalb als Arzt bezeichnet wird.

Der zwielichtige, in seiner Auffassung durchaus überzeugende Stefan (Dieter Clausen) wiederum bietet den Zuschauern einen Blick in die menschlichen Abgründe und die trügerische Illusion eines gefälschten Selbstbilds.

„Plünnenball“ spinnt eine Welt aus Träumen und Hoffnungen. Selbstbetrug, das eigene Eingeständnis und eine Welt der Illusion, die Menschen schaffen, um anderen zu gefallen, gehören zu den Themen des Stücks. Die Wecholder Theatergruppe hält dabei immer die Balance zwischen Humor und Nachdenklichkeit.

Tickets für die Termine im „Lindenhof“ können bei der Volksbank Wechold bestellt werden, Telefon 04251/409, Karten für die Aufführungen im Filmhof unter Telefon 04251/2336. Wer ins Nienburg Theater will, wählt 05021/87356.

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