Abstandsregeln und Kontaktverbote ignoriert

Stolzenauer Polizei ahndet diverse Verstöße gegen die Corona-Verordnung

Polizist vor Streifenwagen mit Blaulicht.
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Mehrfach mussten die Stolzenauer Beamten ausrücken.

Partystimmung zur Zeitumstellung: Wiederholt musste die Stolzenauer Polizei am vergangenen Wochenende ausrücken, um unerlaubte Menschenansammlungen aufzulösen.

Stolzenau. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gingen beim Polizeikommissariat Stolzenau mehrere Hinweise zu privaten Partys ein. Gegen Mitternacht trafen die Beamten in zwei verschiedenen Wohnungen in der Hohen Straße in Stolzenau auf jeweils fünf Personen, die aus mehr als zwei Haushalten stammten.

Nur ein unbeleuchtetes Haus

Zum Beginn der Sommerzeit um 3 Uhr gingen nahezu zeitgleich Meldungen zu weiteren Verstößen in Huddestorf und Essern ein. In Huddestorf wurde ein Trinkgelage von acht Personen in einem Haus gemeldet. Beim Eintreffen fand die Streifenwagenbesatzung lediglich ein unbeleuchtetes Haus vor. Es gab keine weiteren Hinweise auf eine unerlaubte Zusammenkunft, weshalb die Beamten keine Maßnahmen trafen.

Geburtstagsparty mit zwölf Personen

Mit völligem Unverständnis traten die Personen einer Geburtstagfeier in Essern den Beamten gegenüber. In einem Partyraum hielten sich zwölf Personen auf, die zum Teil unter erheblichen Alkoholeinfluss standen. Die Gastgeberin, die ihren 18. Geburtstag feierte, und einige Gäste warfen den Beamten unrechtmäßiges Handeln auf Privatgelände vor. Davon unbehelligt stellte die Streifenwagenbesatzung die Identität der angetroffenen Personen fest und lösten die Party auf. Die Gastgeberin kündigte bereits vor Ort eine rechtliche Überprüfung der polizeilichen Maßnahmen an.

Polizei weist auf aktuelle Kontaktbeschränkungen hin

Gegen alle im Rahmen der Kontrollen angetroffenen Personen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoß gegen die Niedersächsische Corona-Verordnung eingeleitet. Abschließend weist die Polizei Stolzenau auf die aktuellen Kontaktbeschränkungen hin. Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 gilt, dass sich Personen aus einem gemeinsamen Haushalt mit maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen können. Kinder bis zu einem Alter von 14 werden nicht eingerechnet. Dies gilt für den öffentlichen Bereich ebenso wie für die private Wohnung oder das eigene Grundstück.

kar

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