Einweihung am Samstag beim "Tag der offenen Tür"

Stolzenauer Bahnhof erstrahlt in neuem Glanz

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Der Stolzenauer Bahnhof wurde saniert und erstrahlt in neuem Glanz. Neben einem neuen Veranstaltungsraum mit moderner Präsentationstechnik finden sich hier Büroräume und Schuldner- sowie Rentnerberatung. Am 14. November wird der Bahnhof eingeweiht.

Stolzenau - von Kristina Stecklein. Der historische Bahnhof in Stolzenau hatte seine besten Tage bereits hinter sich: Im Jahre 1935 wurde der Bahnbetrieb wegen zunehmender Unwirtschaftlichkeit eingestellt, zwischenzeitlich diente er als Unterkunft für Obdachlose. Nun wurden die Sanierungsarbeiten des Bahnhofes abgeschlossen.

Nach hitzigen Diskussionen wurde vor zwei Jahren beschlossen, dass das Gebäude saniert werden sollte – trotz der hohen Kosten. „Die Gesamtsumme beläuft sich auf 515.000 Euro. Lediglich ein Drittel mussten wir als Kommune selber tragen“, erklärt Stolzenaus Gemeindedirektor Bernd Müller. Die restlichen zwei Drittel steuerte das Landesprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ bei. Nach einem halben Jahr Sanierungsarbeiten ist es nun so weit. Der historische Bahnhof in Stolzenau zeigt sich in neuer Aufmachung: Beschmierte Fassaden wurden erneuert, Heizungen eingebaut und kaputte Fenster wurden komplett ausgetauscht – insgesamt 36 Stück.

Es gab allerdings mehrere Überlegungen, das Problem anderweitig zu beseitigen: Ein Abriss sowie der Verkauf des Gebäudes wurden ebenfalls in Betracht gezogen. Der Verkauf erwies sich jedoch schwerer als erwartet, denn die Interessenten blieben aus. Ein Abriss hätte rund 50 000 Euro gekostet. „Es ist, wie man so schön sagt, ein ‚ortsbildprägendes Gebäude‘“. Zusammen mit dem Mühlenteich hat dar Bahnhof natürlich einen besonderen Charme und bildet ein tolles Ensemble“, sagt Müller. Der Abriss des Stolzenauer Schlosses im Jahre 1963 sei ein Fehler gewesen. Das historische Bahnhofsgebäude müsse deshalb erhalten bleiben und trotz der aufkommenden Kosten renoviert werden. Aus diesem Grund sei die optische Erhaltung des Bahnhofs ebenfalls ausschlaggebend gewesen.

Das Bauschild verkündete den Umbau vom historischen Bahnhof zu Touristik-, Veranstaltungs- und Büroflächen. Die Touristinfo der Gemeinde zieht neben Schuldnerberatung sowie Rentenberatung ebenfalls ins Untergeschoss ein. Aus der ehemaligen Wartehalle wurde ein moderner Veranstaltungsraum, der mit reichlicher Präsentationstechnik ausgestattet wurde. „Hier können Ausschüsse tagen, die nötige Technik für Präsentationen ist ebenfalls vorzufinden“, umschreibt Müller den neuen Raum. Kulturträger können den Raum außerdem für ihre Veranstaltungen in Anspruch nehmen. Diese vielfältige Nutzung war für die Entscheidung für eine Sanierung wichtig, da die Bewohner mit ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten im Vordergrund stehen und vom neuen Bahnhofsgebäude profitieren sollten.

Die Einweihung des neu sanierten Bahnhofes ist für den kommenden Samstag, 14. November, vorgesehen. Von 11 bis 16 Uhr können sich Interessierte beim „Tag der offenen Tür“ selbst von den neuen Räumlichkeiten überzeugen lassen.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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