Lastwagen verliert Ladung mit Rückständen aus chemisch-physikalischer Verwertung

Schlamm ergoss sich über viele Meter

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Über mehrere Meter verlief die Schlammspur.

Hibben-Ensen - Von Annika Klepper. Eine mit Rückständen aus chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen verunreinigte Fahrbahn im Stolzenauer Ortsteil Hibben-Ensen sorgte in den frühen Mittagsstunden am Dienstag für einen Feuerwehr-Einsatz.

Es ist wohl einer Verkettung unglücklicher Umstände zu verdanken, dass ein Kipper auf seinem Weg von Liebenau nach Gütersloh den Weg über den kleinen Ort Ensen genommen hat. Aufgrund der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Stolzenau nahm der Fahrer den Weg über die ausgeschilderte Umleitung. In der Ortschaft Sehnsen wurde dem Fahrer jedoch eine andere als die vorgeschriebene Route empfohlen. So geriet der Fahrer auf die schmale Nebenstrecke. In einer scharfen S-Kurve kam er dann von der Fahrbahn ab. Durch die Verwindungen des Kipp-Aufliegers, so die Aussage des Fahrzeugführers, öffnete sich die hintere Klappe und das Transportgut ergoss sich auf mehreren Metern Länge auf der gesamten Fahrbahn.

Mittels Radlader verfrachteten die Helfer den Abfall in einen Container.

Aufgrund der besonderen Ladung wurden neben der Ortsfeuerwehr Hibben auch die Gefahrgutgruppe, die Einsatzleitung Ort, die Polizei und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Nienburg alarmiert. Nach Sichtung der Begleitpapiere stand fest, dass es sich bei dem Transportgut um ein Abfallprodukt handelt, welches jedoch kein Gefahrgut im Sinne der ADR, dem europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, ist. Die Schlämme aus chemisch-physikalischen Behandlungsanlagen entstehen bei der umweltgerechten Aufbereitung von nicht brennbaren, wässrigen Stoffen. Die zurückbleibenden Feststoffe werden anschließend deponiert oder Verbrennungsanlagen beziehungsweise Feststoff-Konditionierungsanlagen zugeführt.

Nachdem der Abrollcontainer des ABC-Zugs an der Einsatzstelle eingetroffen war, wurde durch die Feuerwehr mit der Reinigung der Fahrbahn und des Seitenraums begonnen. Die Schlämme wurden mithilfe eines Radladers in den Abrollcontainer umgeladen. Durch das Sonderabfallentsorgungsunternehmen, aus welchem die Schlämme stammten, wurde zusätzlich ein Fahrzeug zur abschließenden Straßenreinigung geordert. Diese befreite mittels Hochdruck die verschmutzte Fahrbahn. Für die Feuerwehrkräfte war der Einsatz nach dreieinhalb Stunden beendet. Aufgrund der Lage des Unglücksortes kam es während der Dauer des Einsatzes zu keinen Verkehrsbehinderungen.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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