Feuerwehrleute stark gefragt

Einsatzserie in Steyerberg: Unfall, Wasserschaden und Wiederbelebung

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Trümmerteile lagen im Umkreis von 300 Metern. 

Steyerberg - Von Thomas Glauer. Eine regelrechte Einsatzserie beschäftigte am frühen Sonntagmorgen die Angehörigen der Ortsfeuerwehr Steyerberg.

Gegen 4 Uhr wurde über Sirene und Meldeempfänger zu einem schweren Verkehrsunfall mir eingeklemmter Person in Reese alarmiert.

Auf der Landestraße 350 von Steyerberg kommend in Richtung Liebenau kurz vor dem Ortsteil Reese war ein Autofahrer zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und hatte einen Leitpfahl überfahren. Anschließend schleuderte nach links über die Fahrbahn und prallte dort gegen zwei weiter Bäume, verfehlte einen dritten nur knapp und kam mit dem schwer beschädigten Fahrzeug auf der rechten Seite in einem Maisfeld zum Stehen. 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle, stabilisierten das Unfallfahrzeug und retteten gemeinsam mit dem Rettungsdienst den Fahrer aus dem Unfallwrack. Dieser brachte ihn nach notärztlicher Versorgung ins Krankenhaus nach Nienburg. 

Es bestand der Verdacht, dass der Verunfallte unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Die Unfallstelle erstreckte sich über eine Länge von fast 300 Metern. Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle noch für die Aufnahme durch die Polizei aus und reinigte die Fahrbahn anschließend von Trümmern und ausgelaufene Betriebsstoffen. 

Die Landesstraße war für rund zwei Stunden gesperrt. Die Feuerwehr war mit 22 Kräfte und fünf Fahrzeugen vor Ort, der Rettungsdienst mit 3 und 6 Kräften, die Polizei mir zwei Fahrzeugen und vier Kräften.

Weiterer Einsatz: Wiederbelebung notwendig

Noch während der Unfallaufnahme gegen 5 Uhr rief die Leitstelle einige Kameraden zu einem weiteren Einsatz. In der Sarninghäuser Straße gab es einen medizinischen Notfall mit Reanimation (Wiederbelebung). Da Rettungswagen aus Steyerberg und Notarzt aus Stolzenau mit dem Unfallopfer unterwegs zum Krankenhaus waren, kam ein Rettungswagen vom Festival Gelände in Brokeloh und der Notarzt aus Nienburg zum Einsatz. 

Um die Zeit bis zum Eintreffen zu überbrücken, übernahmen Rettungssanitäter aus den Reihen der Feuerwehr als „First Responder“ die Erstversorgung. Die Bemühungen waren jedoch vergeblich, der Patient starb. Zur Betreuung der Angehörigen wurde das Kriseninterventionsteam gerufen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit sieben Kräften und drei Fahrzeugen im Einsatz.

Wasserschaden in Wohnhaus

Unmittelbar nach diesen beiden Einsätzen meldete die Leistelle gegen 06.30 Uhr noch einen Wasserschaden in der Straße Aueblick. In einem Wohnhaus hatte sich ein Zulaufschlauch zur Heizungsanlage gelöst, worauf hin sich Wasser in einer Höhe von 20 Zentimetern in den Kellerräumen sammelte. 


Die diesmal mit 3 Fahrzeugen angerückten Kräfte 14 der Feuerwehr pumpten mittels Tauchpumpe und Wassersauger den Keller leer. Gegen 7.40 Uhr war auch dieser Einsatz beendet. Es folgten noch umfangreiche Nacharbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.

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