Erstes Comenius-Projekt der Rehburger Wilhelm-Busch-Förderschule endet

Schüler wollen noch als Oma und Opa davon erzählen

Die Freude über die schöne Zeit mit dem Comenius-Projekt ist den Schülern und Lehrern der Wilhelm-Busch-Schule anzusehen. ·
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Die Freude über die schöne Zeit mit dem Comenius-Projekt ist den Schülern und Lehrern der Wilhelm-Busch-Schule anzusehen. ·

Nienburg - REHBURG · Der rote Teppich ist ausgerollt gewesen in der Aula der Rehburger Wilhelm-Busch-Schule. Auf ihm hat sich die Förderschule von ihrem ersten Comenius-Projekt verabschiedet.

Stolz ist Jens Notzke. Stolz, weil die kleine Förderschule, die er leitet, es geschafft hat, ein großes und arbeitsintensives Comenius-Projekt über zwei Jahre durchzuziehen. Mit der Durchführung des Programms in Deutschland ist der Pädagogische Austauschdienst als Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich beauftragt.

Der meiste Dank gebühre seiner Stellvertreterin Christiane Henne – und die bekam bei der Abschlussveranstaltung des Projekts feuchte Augen, als alle beteiligten Schüler an ihr vorbeiflanierten und ihr Rosen überreichten.

Mit Schulen aus Athen, Lyon und Genua hat die Rehburger Schule zum Thema „Taking care of myself and others“ das Projekt in die Tat umgesetzt. Für Lehrer und Schüler habe das geheißen, dass sie nach Griechenland, Frankreich und Italien reisen durften – und selbst Besuch aus diesen Ländern bekommen hätten, sagte Henne. Sie ist stolz darauf, dass ihre Schule die einzige ist, die alle Gäste privat unterzubringen vermochte.

In den Schulen aus den Weltstädten war das nicht so einfach wie im kleinen ländlichen Rehburg. 10 140 Kilometer seien sie geflogen, hätten 24 Dosen Kekse als Gastgeschenke mitgenommen, ungezählte Fotos gemacht, für Rehburg ein ausgeklügeltes Gäste-Programm entwickelt und gemeinsam ein Demokratie-Buch erstellt. Die Schar von ursprünglich sechs Schülern, die sich an dem Projekt beteiligen wollten, sei innerhalb der zwei Jahre auf 15 Schüler angestiegen, die allesamt einmal pro Woche freiwillig an einem Nachmittag an dem Projekt gearbeitet hätten.

Zum Abschied von dem Projekt sang der Schulchor: „We are the world“ – während alle hoffen, dass es nur ein Abschied auf Zeit ist. Ein wenig, sagt Notzke, sollten die Erfahrungen nun sacken.

In einigen Monaten aber wolle die Schule sich ein weiteres Mal für ein Comenius-Projekt bewerben. Werde das genehmigt, könnten vielleicht noch weitere Schüler Erfahrungen machen, von denen sie noch als Oma und Opa erzählen würden. Das jedenfalls vermutete Notzke von den Schülern, die ferne Länder bereist, fremde Kulturen kennengelernt haben und selbst Gastgeber gewesen sind. · ade

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