Ärzte und Schwestern wollen in der neuen Abteilung chronische Leiden der Patienten dauerhaft mindern

Schmerzklinik im Krankenhaus Stolzenau offiziell eröffnet

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Ergotherapeut Ralf Gropp zeigt Dr. Martin Haas, Leiter des Gesundheitsamtes, einige Hilfen, den Alltag schmerzfrei zu meistern.

Nienburg - STOLZENAU · Aufatmen können sollen Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden, wenn es nach den Verantwortlichen der Mittelweser-Kliniken geht. Nachdem sie bereits seit einigen Wochen in Betrieb ist, eröffnete am Dienstag die Schmerzklinik im Krankenhaus Stolzenau offiziell.

„Die Patienten sollen ein Erlebnis haben, dass es auch anders geht“, machte Chefarzt Professor Dr. Peter Michael Osswald Hoffnung. Seine Mannschaft wolle den Betroffenen helfen, dass Verhalten zu ändern, um langfristig möglichst ohne Schmerzen leben zu können. Gemeinsam kümmern sich dort Ärzte und Schwestern sowie verschiedene Therapeuten in Intensivkursen um die Schmerzleidenden. Dabei gehe es weniger darum, Symptome zu lindern, als viel mehr darum, langfristige Lösungsansätze zu bieten. Eine Schmerzbehandlung arbeite nämlich meist eben nur an den Symptomen – die Konsequenz könne eine Odyssee durch viele mögliche Behandlungen sein, betonte Hans-Werner Kuska, zuständiger Regionalgeschäftsführer der Rhön-Kliniken, denen auch die Mittelweser-Kliniken angehören.

Die „Abteilung für interdisziplinäre Schmerztherapie“ – wie sie voll ausgeschrieben heißt – solle hingegen die Leiden mit der richtigen Art und Weise, sich zu bewegen, dauerhaft vermindern.

In die Wege geleitet habe die Schmerzklinik noch die damalige Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg, zu Ende geführt habe die Entstehung ihr Nachfolger Ronald Gudath, erklärte Osswald. Gudath selbst hob die Wichtigkeit der Eröffnung hervor. „Jeder kennt Schmerzen und kann sich in die Lage der Patienten hineinversetzen“, sagte er. Für das Krankenhaus sei die Einrichtung ein entsprechend wichtiges Ereignis.

Wie funktioniert eine Therapie in der neuen Abteilung? Nach der Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt folgt ein Kennenlernen und später eine 14-tägige individuelle Behandlung mit Tipps zum richtigen Umgang und der Vermeidung von Schmerzen. Unter anderem stehen Ergotherapeuten zur Verfügung, die den Patienten in Alltagssituationen helfen und Alternativen zu bisherigen Arbeitsmitteln aufzeigen. Zudem gibt es Bewegungsangebote und theoretische Aufklärung. Als sogenannte Pain Nurse (Schmerzkrankenschweser) ist Christiane Hermann-Böhlke geschult, als Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie behandelt Bernd Goevert. · nis

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