Der erste Schuss fällt im Januar

Schlüsselübergabe für Raumschießanlage der Polizeiakademie Nienburg

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Von links: Horst Prüfer (GBN), Innenminister Boris Pistorius, Dieter Buskohl (Polizeiakademie) und Claus Vollmer (Geschäftsführer der GBN) bei der Schlüsselübergabe in der Raumschießanlage.

Nienburg - Von Max Brinkmann. Nach vielen Jahren der Planung hat die Polizeiakademie eine eigene Raumschießanlage. Bisher nutzte die Akademie den Schießstand der Bundeswehr in Langendamm mit. Boris Pitorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport, bedauerte bei der Übergabe am Montagmittag: „Die Situation war alles andere als optimal“.

Der Schießstand eignete sich nicht für alle Übungen und man war wetterabhängig. Um beispielsweise die Lageeinschätzung zu üben mussten die Studenten bis nach Celle, Hannover oder Diepholz fahren. „Seit 2010 wurde sich intensiv mit dem Projekt beschäftigt und 2015 hat die GBN dann den Zuschlag für den Bau erhalten“, riss Pistorius kurz die Geschichte ab.

Nun wurde innerhalb eines Jahres in Nienburg die modernste Raumschießanlage Niedersachsens gebaut, auf der alle Arten des Schießen geübt werden können. Horst Prüfer, Vorstand des Aufsichtsrates bei der GBN, bezeichnete den Bau als „interessante Aufgabe“ für ein Unternehmen, das auf Wohnhäuser spezialisiert ist. Die Kosten für die gesamte Raumschießanlage belaufen sich auf eine siebenstellige Summe.

Modernste Technik verbaut

Die neue Raumschießanlage steht gegenüber der Nordertorschule.

Bürgermeister Henning Onkes freut sich über die neue Anlage. Die Polizeiakademie sei für die Stadt ein Glücksfall gewesen. Bei der Raumschießanlage müsse das Parkproblem noch gelöst werden. „Wir wollen immer schnell und kreativ auf die Anforderungen der Akademie reagieren“, sagte Onkes. In der Schießanlage sind Entfernungen von 3 bis 25 Metern möglich. Bis zu drei Schützen können parallel üben. Dank modernster Technik werden die Schüsse auf 50 Zentimeter abgestoppt. Vorher waren viereinhalb Meter nötig, um die Kugeln abzustoppen. 

Schießstand bei der Bundewehr wird weiter genutzt

Eine weitere Besonderheit ist, dass es keinen eigenen Regieraum gibt, sondern alles im Aufenthaltsraum geschieht. Dort steht auch ein Beamer, um das Training noch mal nachzubesprechen. Ein weiterer Beamer hängt im Trainingsraum, um kleine Filmsequenzen auf der Leinwand ablaufen zu lassen. Außerdem gibt es eine Schützenüberwachungskamera, damit die Stundenten nach dem Training an ihrer Haltung arbeiten können. Auch die Kommunikation zwischen Schützen und Trainern ist möglich.

Den Schießstand in der Langendammer Clausewitz-Kaserne will die Polizei aber nicht aufgeben, sondern weiternutzen. Gerade im Hinblick auf die steigenden Zahlen der Polizei-Studenten, soll er helfen den ganzen Bedarf abdecken zu können.

Auch die Polizeiinstepktion soll sie nutzen

Im April kommen laut Dieter Buskohl, dem Direktor der Akademie, noch einmal bis zu 300 Studenten hinzu. „Das wird eine große Herausforderung. Ab April haben wir dann noch mehr Schießtage, sodass sie wochentags von 8 bis 20 Uhr gut ausgelastet ist. Umso besser ist es, dass wir mit der Nordertorschule einige Unterrichtsräume direkt nebenan haben und sie auch vom Hauptgebäude fußläufig erreichbar ist.“, sagte er über den Standort.

Wenn es die Zeit zulässt, soll auch die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg die Anlage für Übungen nutzen können

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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