Heimatmuseum zeigt „Aus den Protokollen der Schießsportkameradschaft“

Reise durch die Geschichte

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Museumsleiterin Elfriede Hornecker und Heimatvereins-Vorsitzender Michael Dreifke vor der Fahne der kürzlich aufgelösten Schießsportkameradschaft. ·

Hoya - Von Jana WohlersEin Stück Geschichte bewahren und die Nachwelt davon profitieren lassen – das ist das Ziel der neuen Ausstellung „Aus den Protokollen der Schießsportkameradschaft“ im Hoyaer Heimatmuseum. Nach dem Motto „Wo etwas Altes endet, kann etwas Neues beginnen“ führte die Auflösung der Schießsportkameradschaft Hoya zu einer Fülle an neuem Material, denn die Kameraden vermachten dem Museum Protokolle, Fahnen, Fotos und andere Vereinshabseligkeiten.

Mit viel Eifer und Elan stampfte der Heimatverein damit eine Ausstellung aus dem Boden. Am Sonntag ist sie eröffnet worden, und nun sind die Erinnerungen aus der 139-jährigen Vereinsgeschichte einsehbar.

Michael Dreifke, erster Vorsitzender des Heimatvereins, sieht in der Auflösung der Schießsportkameradschaft nichts Negatives. Vielmehr sei es wichtig, die Entwicklung zu betrachten: „Soldaten waren immer Helfer, die Kameradschaft ein Auffangbecken für alle, die in Not waren. Es ist durchaus positiv, dass es keine Notwendigkeit für Hilfe in dieser Form mehr gibt“, sagt Dreifke. Umso schöner sei es, die Möglichkeit der Bewahrung aller Erinnerungen wahrgenommen zu haben.

Die Besitztümer des Vereins sind wirklich vielfältig: Pokale und Medaillen, Protokolle, Fotos und vieles mehr. Besonders interessant ist, dass die Vereinsgegenstände die geschichtlichen Ereignisse widerspiegelt – insbesondere von der Gründung des deutschen Kaiserreichs bis zum Zweiten Weltkrieg. Speziell sind die beiden Fahnen. Das Originalstück von 1875 enthält viele Merkmale der preußischen Flagge – zum einen den Adler, zum anderen ein geschwungenes „R“. Symbolisierend stehen beide Zeichen für „ein Reich“, denn Deutschland war vor der Gründung des Kaiserreichs (1871) in viele Staaten unterteilt. Die Fahne stand stellvertretend für den Willen, Deutschland als Einheit zu betrachten.

Die Ausstellung im Heimatmuseum (Im Park 1) ist bis zum 1. Juli immer sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, auch am Ostersonntag und zusätzlich am Ostermontag.

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