„40 Jahre Fördergemeinschaft Grafschaft Hoya“ im Filmhof gefeiert

Reichlich bewegte Vergangenheit

Gesprächsrunde im Filmhof Hoya: (v. l.) Peter Prausner, Erhard Uhlig, Ulrich Scholz, Helga Nordhausen, Ralf Grünhagen und Helmut Thöming.

Hoya - HOYA (ls) n Nicht nur zum Film anschauen waren am Sonntagvormittag zahlreiche Gäste in den Filmhof Hoya gekommen. Heike Huth begrüßte die Besucher dort zur Feier für „40 Jahre Fördergemeinschaft Hoya“, um mit ihnen gemeinsam die vielen Aktionen der vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen.

„Eigentlich hätten wir den 40. Jahrestag im vergangenen Jahr feiern müssen, nur leider hatte daran keiner so richtig gedacht“, begann Huth ihre Rede. Dennoch wolle die Fördergemeinschaft bei den rasanten Veränderungen in dieser Zeit nicht auf das 50-jährige Jubiläum warten, um die Arbeit der vergangenen Jahrezehnte zu würdigen. So werde eben im 41. Jahr gefeiert. Nicht um die Zukunft, sondern um die Vergangenheit gehe es beim Festakt, bekräftigte Huth und übergab an Helga Nordhausen.

„40 Jahre Zeitgeschichte sind kein Husch, denn in dieser Zeit haben die Beteiligten ganz schön etwas auf die Beine gestellt und einiges geschafft“, erzählte Nordhausen in erfrischender Weise. „Hingerissen“ sowie „schwer beeindruckt“ sei sie vom Handeln der Fördergemeinschaft. Laut Nordhausen haben die Mitglieder immer konstruktiv und leidenschaftlich zum Wohle aller gearbeitet. Zudem sprach sie das hervorragende Qualitätsangebot an. Nur zwei persönliche Wünsche habe ihr die Fördergemeinschaft in all den Jahren nicht erfüllen können. „So gerne hätte ich den Weihnachtsmarkt am Molkereiplatz gesehen, eingerahmt von den zwei alten, schönen Fachwerkhäusern. Zweitens haben die Mitglieder die Weser zu selten mit eingebunden“, fasste Nordhausen zusammen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte sie auf die Zeiten zurück, in denen sich – allein auf 200 Meter Deichstraße verteilt – 15 Geschäfte auf nur einer Straßenseite befanden. „Man denkt ja, es ist 300 Jahre her“, so Nordhausen, die ihre Rede mit folgenden Worten beendete: „Es ist aller höchste Zeit, neue Kunden zu werben“.

Als dritter Redner trat Peter Prausner nach vorne. Dieser hatte das Amt des ersten Vorsitzenden von 1973 bis 1990 geführt. Auf rund 20 Jahre blickte er also zurück, wobei er als Höhepunkte die Gewerbeschauen und die Einführung der verkaufsoffenen Sonntage nannte. Zudem thematisierte er die Parkplatzparty (PaPlaPa), mit der die Fördergemeinschaft im Herbst 1975 den Guderparkplatz eingeweiht hatte, und die bis heute erfolgreich läuft. „Harmonie stand in den Jahren immer an erster Stelle, und es sind wahre Freundschaften entstanden“, so Prausner.

Es folgte der Film „Gewerbeschau Hoya 1982“, den die Filmhof-Seniorchefin Irene Möller produziert hatte. In dem Streifen, der beim Publikum gut ankam, erkannten Gäste sich oder andere wieder.

Im Anschluss an den Film bat Nordhausen Peter Prausner, Erhard Uhlig, Ulrich Scholz, Ralf Grünhagen sowie Helmut Thöming zu einer Gesprächsrunde, die sie moderierte. Den Anfang machte Angefangen Helmut Thöming. Er sprach über den Katharinenmarkt, den Mitglieder der Fördergemeinschaft ins Leben gerufen hatten. Besonders sei hierbei, dass Hoya dafür seinen eigenen Verein hat, welcher über 100 Mitglieder zählt, sowie die Tatsache, dass Akteure Hoyas Geschichte nachspielen. „Jedes Jahr besuchen bis zu 15 000 zahlende Besucher den Markt“, so Thöming. Grünhagen sprach unter anderem als „Experte im Bereich Famila-Markt“. „Dieser Markt lieferte damals das beste Konzept für die Fläche am Bahnhof“, erklärte er. Als „Image-Verlust“ und „größten Tiefschlag für die Innenstadt“ sah er gleichzeitig den verlorenen Kampf um das Krankenhaus.

Zum Ende der Veranstaltung stellte sich die neue Wirtschaftsförderin Heike Schweda vor. Die gelernte Bankkauffrau ist erst seit 14 Tagen im Amt, weshalb sie sich mit Prognosen zurückhielt. „Der Handel braucht die Stadt, und die Stadt braucht den Handel“, stellte sie fest und versprach vollen Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

In Malé zeigen sich die Malediven von einer anderen Seite

Nachhaltig genießen in Ho-Chi-Minh-Stadt

Nachhaltig genießen in Ho-Chi-Minh-Stadt

Audi 100 wird 50 Jahre alt

Audi 100 wird 50 Jahre alt

Auf was beim Kauf von E-Rollern zu achten ist

Auf was beim Kauf von E-Rollern zu achten ist

Meistgelesene Artikel

Zwei nächtliche Feuerwehreinsätze in Hoya: Wohnhaus und Garage stehen in Flammen

Zwei nächtliche Feuerwehreinsätze in Hoya: Wohnhaus und Garage stehen in Flammen

Uchte: Zwei Verletzte nach Brandstiftung

Uchte: Zwei Verletzte nach Brandstiftung

Lack im Futter: Puten aus Landkreis Nienburg belastet

Lack im Futter: Puten aus Landkreis Nienburg belastet

Nienburg: Erster Weihnachtsbaum steht

Nienburg: Erster Weihnachtsbaum steht

Kommentare