WG und Grüne stellen Ratsantrag / Angedachte Halbierung des Etats „ein Schritt in die völlig falsche Richtung“

Radwege-Infrastruktur: Parteien sehen viel Verbesserungspotenzial

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Peter Schmithüsen (Grüne), Frank Podehl und Dietmar Thomsik (WG) halten die Einrichtung einer Gemeinschaftsstraße vor der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) für sinnvoll.

Nienburg - Viel Verbesserungspotenzial sehen die Grünen und die WG für Nienburgs Radwege-Infrastruktur. Eine Arbeitsgruppe der beiden Fraktionen und des ADFC formulierte deshalb einen Ratsantrag, der auf dem Tisch von Bürgermeister Henning Onkes liegt.

Der umfasst im wesentlichen drei Eckpunkte. Das Radwegekonzept aus dem Jahr 2003 soll unter Berücksichtigung neuer Rahmendaten fortgeschrieben werden, der Etat für die Sanierung und Instandhaltung von Radwegen von aktuell 100 000 auf 200 000 Euro angehoben werden und in drei Bereichen Gemeinschaftsstraßen – angelehnt an das Shared-Space-Konzept in Bohmte – eingerichtet werden.

„Wichtig ist vor allem eine vernünftige Anbindung der Ortsteile an die Innenstadt“, betont Peter Schmithüsen, Fraktions-Chef der Grünen. Dazu müssten die Radwege breiter und die Ampelschaltungen angepasst werden. Das sei gerade im Hinblick auf die steigende Zahl der E-Bikes immens wichtig. Dort, wo entlang der Hauptverkehrsadern keine vernünftige Radwegeführung möglich sei, müsse man über alternative Routen nachdenken, ergänzt der WG-Fraktions-Vorsitzende Frank Podehl.

Für das Projekt Gemeinschaftsstraße haben die beiden Parteien die Friedrichstraße vor der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), die Buermende vor der Realschule und den Nordertors triftweg vor der ehemaligen Orientierungsstufe im Blick, um Verkehrssicherheit angesichts der täglich großen Schülerströme zu erhöhen. In diesen kritischen Bereichen wären dann sämtliche Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Für die Einführung eines Shared-Space-Konzeptes wären umfangreiche Umbaumaßnahmen, wie die Absenkung der Bordsteine, erforderlich. Deshalb sei als Übergangslösung die Einrichtung einer Fahrradstraße möglich, erläutert Podehl. Dort sind Fahrräder die einzig erlaubten Verkehrsmittel, Autos können mit Zusatzzeichen zugelassen werden. Auch dann dürfen Radfahrer ausdrücklich nebeneinander fahren, auch wenn dadurch anderer Verkehr behindert wird.

Der Ratsantrag weist außerdem auf fehlende Fahrradstellplätze sowohl in der Innenstadt als auch vor dem Bahnhof hin.

Um diese Konzepte umsetzten zu können, fordern die Grünen und die WG in ihrem Ratsantrag eine Verdoppelung des Etats für Radwege. Die von der Verwaltung angedachte Halbierung auf 50 000 Euro sei ein Schritt in die völlig falsche Richtung, moniert Schmithüsen.

Mit den beiden großen Fraktionen suchen die WG und Grünen jetzt das Gespräch. „Danach werden wir sehen, was realisierbar ist“, erklärt Frank Podehl. · ru

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