Projektstart an der Oberschule Steimbke

Erster Schulwald im Kreis

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Mit vereinten Kräften pflanzten die Schüler der Oberschule Steimbke die zarten Bäume, die später einen starken Wald bilden sollen. Fotos: Hustedt

STEIMBKE - Von Maren Hustedt. Ein wenig zierlich wirkt es, das frisch gepflanzte Bäumchen, um das herum sich einige Schüler der Oberschule Steimbke zum Gruppenfoto aufstellen. Und doch symbolisiert es – zusammen mit 33 weiteren jungen Bäumen – den Beginn eines bedeutenden Pilot-Projekts.

Als erste im Landkreis Nienburg pflanzt die Oberschule Steimbke ihren eigenen Schulwald. Mit dieser Aktion beteiligen sich Schüler, Lehrer und Schulleitung sowie zahlreiche Förderer an dem landesweiten Projekt: Schulwälder gegen Klimawandel – „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume!“. Initiiert wird es von der Stiftung Zukunft Wald, dessen Geschäftsführer Franz Hüsing es sich zum Ziel gemacht hat, Bildung und Praxis miteinander zu vereinen.

Nachdem die Bäume mit vereinten Kräften gepflanzt waren, bat Schulleiterin Ulrike Karsch in die Aula, wo zwischen Gemeinde und Schule ein 30 Jahre lang geltender Kooperationsvertrag unterzeichnet wurde. “Wir sind total glücklich”, versicherte Karsch, während sie auf die Ursprünge des Projekts zurückblickte. Dank des Einsatzes von Ortsbürgermeister Friedrich Leseberg und Förster Christian Bethke sei der Stein schnell ins Rollen gekommen. „Die Euphorie für unseren Wald setzte sich fort”, berichtete die Schulleiterin und dankte allen Beteiligten.

Franz Hüsing, Friedrich Leseberg, Hans-Jürgen Hoffmann und Ulrike Karsch bei der Vertragsunterzeichnung.

Einzig die Suche nach dem geeigneten Grundstück hätte einige Probleme bereitet, erinnerte sich Friedrich Leseberg. Das Grundstück sollte etwa 5 000 Quadratmeter groß und nicht allzu weit von der Schule entfernt sein. Ein Grundstückstausch mit dem Ehepaar Poppe – im Zuge der Flurbereinigung – hatte schließlich die Lösung gebracht. Die Gemeinde stellte der Schule das 6 000 Quadratmeter große Areal nun kostenlos zur Verfügung. Zur erfolgreichen Umsetzung ihrer Ziele gratulierte Leseberg Schulleiterin Karsch: ““Du hast Dich nicht beirren lassen.”

Zum Projektstart war auch eine Abordnung der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung gekommen. Die Stiftung mit Sitz in Hannover fördert das landesweite Projekt mit 30 000 Euro. Um die Vorbildfunktion deutlich zu machen, zeichnete die Stiftung die Aktion der Oberschule Steimbke als Projekt des Monats aus. „Das was hier in Steimbke geleistet wird, ist nachahmenswert und nachhaltig“, so die Vorstandsvorsitzende Anne Zachow. Die Verbundenheit, die sich bei den Schülern im Laufe des Projektes entwickle, trage zu dem notwendigen Verantwortungsgefühl und Bewusstsein bei.

Das Bewusstsein der Schüler wurde ebenfalls im Rahmen der Waldtage geschult. Den Geruch von Laub, die Haptik von Kiefernnadeln, die Tiere des Waldes sowie seine Bedeutung für Menschen und Umwelt thematisierten die Schüler in verschiedenen Workshops.

„Wir müssen Einfluss dort nehmen, wo wir können”, lobte Samtgemeindebürgermeister Jürgen Hoffmann das Engagement der Schule. Und auch der stellvertretende Landrat Jürgen Leseberg unterstütze das Projekt. „Der Schulwald wird ein Klassenzimmer werden”, versicherte er und sicherte dafür auch seine persönliche Unterstützung als Hobby-Imker zu: „Wenn Sie möchten, platziere ich im kommenden Jahr zwei Bienenvölker in Ihrem Wald.”

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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