Polizei zufrieden mit Kontrollen im Kreis Nienburg zum "Blitzermarathon"

Gegen den „Killer Nummer eins“

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Gemeinsam mit Schülern nahmen die Polizeikommissarinnen Katharina Pfaffenbach und Luca Maria Jaeschke an der Grundschule am Bach an den Kontrollen teil.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Das Wichtigste vorweg: Die Kreis Nienburger halten sich an die Regeln. Naja, wenigstens dann größtenteils, wenn sie wissen, dass sie kontrolliert werden. Entsprechend positiv lässt sich das Ergebnis des jüngsten „Blitzermarathons“  für den Landkreis zusammenfassen.

Im gesamten Bereich der Polizeidirektion Göttingen, zu der auch die Inspektion Nienburg/Schaumburg gehört, haben Polizisten die Geschwindigkeit an rund 78 Messstellen – von Hoya bis Hannoversch Münden – überprüft. Insgesamt waren 144 Beamte (davon 14 Mitarbeiter aus Kommunen) im Einsatz und kontrollierten rund 34 759 Fahrzeuge. Dabei registrierten sie 988 Geschwindigkeitsverstöße, wovon 373 gravierende Verstöße im Bereich einer Ordnungswidrigkeitenanzeige lagen. Fahrer Fahrer waren also mindestens 21 km/h zu schnell. In 31 Fällen müssen die Fahrzeugführer sogar mit einem Fahrverbot rechnen. Mit solch „herausragenden“ Ergebnissen konnten die Nienburger Kollegen allerdings nicht bieten.

Polizeipräsident Uwe Lührig dazu: „Wir glauben, dass diese Aktion dazu beiträgt, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit hinzuweisen. Durch die offenen und transparenten Kontrollen, aber auch durch persönliche Gespräche sowie die umfangreiche Berichterstattung in den Medien haben wir viele Verkehrsteilnehmer sensibilisiert. Wer sich an die vorgegebene Geschwindigkeit hält, kommt zum einen sicherer und zum anderen fast genauso schnell ans Ziel. Geschwindigkeit, Gurt und Handynutzung können über Leben und Tod entscheiden.“

Vor allem die angesprochene Information über Medien habe im Kreis Nienburg sowie dem benachbarten Schaumburg wohl Wirkung gezeigt, meinte Pressesprecherin Gabriela Mielke. Genützt habe das offenbar vielerorts – aber eben nicht immer. So habe sie etwa von zwei Erwischten erfahren, die erzählt hätten, vorm Losfahren noch über den „Blitzermarathon“ gesprochen zu haben – und ihn dann wohl doch wieder vergessen hatten.

Vor allem Lob habe es für die Aktion und die inbegriffenen Kontrollen gegeben, sagt Gabriela Mielke. An der Grundschule am Bach in Erichshagen-Wölpe etwa, wo die Polizei auch ein Auge auf die Sicherung der Kinder hatte, brachten Verkehrsteilnehmer überwiegend ihre Zustimmung an die Beamten.

Wirklich viele Raser gab es im Kreis Nienburg nicht. Im Gegenteil: „Wir haben das Gefühl, das viele ganz besonders vorsichtig gefahren sind, zum Teil langsamer als erlaubt“, fasst Gabriela Mielke zusammen. Im Bereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg waren 20 Beamte an ebenso vielen Messstellen im Einsatz. 552 Fahrzeuge haben sie dabei kontrolliert und 104 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, davon 82 im Verwarn- und 22 im Bußgeldbereich – darunter drei mit der Folge eines Fahrverbots.

Die Polizei erhofft sich mit der wiederkehrenden Aktion ein Umdenken bei den Rasern zu erzeugen und sie zu einer verantwortungsvollen Verkehrsteilnahme zu bewegen. Dadurch sollen letztendlich Unfälle mit schweren Folgen vermieden werden.

Der Polizeipräsident appelliert insbesondere für die Zeit nach der Aktion an die Verkehrsteilnehmer: „Denken Sie auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten an die anderen Verkehrsteilnehmer, nehmen Sie Rücksicht – fahren Sie defensiv. Überhöhte Geschwindigkeit ist ‚Killer Nummer eins‘ im Straßenverkehr. Wir wollen, dass alle sicher an Ihr Ziel kommen.“ In Sicherheit wiegen sollten sich Raser nun aber nicht. Die Polizei weist darauf hin, dass „selbstverständlich auch unangekündigt in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten Geschwindigkeitskontrollen durchführt werden“.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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