Politik signalisiert Zustimmung zu Bau von Fluchttreppenhaus an Nienburger Schule

ASS: Aktuell nur ein Rettungsweg aus Altbau

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Die Albert-Schweitzer-Schule wird brandschutztechnisch sukzessive aufgerüstet.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Feuer in Nienburgs Albert-Schweitzer-Schule (ASS) – während des Unterrichts, mitten in der Stadt. Dieses Szenario wäre ein Alptraum. Bereits vor fünf Jahren stellte die „Nienburger Ingenieur Gesellschaft“ (NIG) ein Brandschutzkonzept für die betagte Schule auf.

Das deckte Details auf, die einen Brand auslösen und ihn zur Katastrophe hätten werden lassen können. Mehrfach überhitzten die alten Vorschaltgeräte in den Lampen. „Es kam in einigen Fällen schon zur Rauchentwicklung“, berichtet Olaf Gathmann vom Fachbereich Gebäude- und Liegenschaftsbetrieb. Wäre ein Feuer ausgebrochen, hätte es nur einen einzigen Fluchtweg aus dem Altbau der Schule gegeben.

Im Maßnahmenkatalog der NIG stand deshalb neben der Beseitigung dieser akuten Brandgefahr die Schaffung neuer Fluchtwege durch zwei neue Fluchttreppenhäuser. Im Dezember 2013 stimmte der Nienburger Stadtrat der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes bis zum Jahr 2017 zu. Das arbeitet die Stadt nun ab. Die gefährlichen Lampen samt Deckenverkleidungen seien bereits komplett ausgewechselt worden, erklärt Gathmann.

Die umfangreichste Maßnahme des Konzeptes steht mit dem Bau des größeren der beiden Fluchttreppenhäuser, in das ein Fahrstuhl integriert wird, heute zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung des Schulausschusses.

Mit dem Bau bekäme der gesamte ASS-Altbau einen zweiten Rettungsweg. Zudem würde der Giebelsaal, der regelmßig auch für außerschulische Veranstaltungen und Konzerte genutzt wird, brandschutztechnisch voll erschlossen. Auch der kann aktuell nur über einen einzigen Fluchtweg evakuiert werden. Mit dem Einbau eines Fahrstuhls würde der Altbau einschließlich des Giebelsaals außerdem komplett barrierefrei. „Das ist zwar brandschutztechnisch nicht erforderlich, dafür aber im Rahmen der Inklusion notwendig“, verdeutlicht Gathmann.

646 600 Euro sind im aktuellen Haushalt der Stadt dafür bereits angemeldet und der grundsätzlichen Umsetzung des Konzeptes hat die Politik schließlich ebenfalls zugestimmt. Auch dieser Einzelmaßnahme werden die Fraktionen keine Steine in den Weg legen. „Dazu sind wir menschlich verpflichtet“, macht die SPD-Fraktionschefin und Ausschussvorsitzende Anja Altmann deutlich. „Trotz knapper Kassen ist die Maßnahme sinnvoll“, bestätigt CDU-Fraktionsfize und Ausschussmitglied Georg Hennig.

Trotzdem hängt die Realisierung der Maßnahme – unabhängig vom heutigen politischen Votum – zunächst in der Warteschleife. Noch fehlt nämlich die Zustimmung des Landkreises zum aktuellen Haushalt der Kreisstadt. Der wird laut einer aktuellen Kostenberechnung des Nienburger Ingenieurbüros für Bauwesen „Meyer & Borcherding“ nicht ganz so stark strapaziert. „Meyer & Borcherding“ taxiert die Kosten für das Treppenhaus einschließlich Fahrstuhl darin auf 611 796 Euro.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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