Laub und Matsch und Kälte - sowie verstärkter Wildwechsel

Herbstliche Gefahr

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Nässe und Blätter bilden zusammen mit weniger Licht eine Gefahr auf Straßen und Wegen.

Landkreis - Von Nikias Schmidetzki. Plötzlich ist Herbst. Es war nass und kalt in den vergangenen Tagen, und in der kommenden Woche ist sogar mit Frost zu rechnen. Bemerkbar macht sich das auch auf den Straßen.

Die sind nämlich stellenweise glitschig, und ohne Licht zu fahren ist besonders morgens und abends mittlerweile wenigstens leichtsinnig. Das gilt für Kraft- wie für Fahrradfahrer gleichermaßen. Besonders Radler müssen im Herbst auf Sturzfallen achten. Um das Risiko zu verringern, sollten Radfahrer generell etwas Tempo rausnehmen, teil der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) mit. Deren Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann empfiehlt, im Herbst und Winter jederzeit mit rutschigen Stellen zu rechnen und lieber fünf Minuten früher loszufahren als sonst, um entspannt fahren zu können. Unbedingt zu vermeiden sind jetzt Schlenker und scharfe Bremsmanöver. Schlechte Sicht wegen der frühen Dämmerung, Nieselregens oder Nebel erhöht das Risiko für Radler noch. Neue Lichtsysteme empfiehlt Berthold Vahlsing vom örtlichen ADFC: „Man sieht besser und wird besser gesehen, wenn man die alte Glühlampe gegen eine neue Halogenleuchte tauscht“, meint „Aktuelle Vorderlichtleuchten haben eine Stärke von 40 bis 100 Lux, die Glühlampe liegt bei vier Lux.“

Nicht nur die zunehmende Dunkelheit macht aber zu schaffen. Ein gefährlicher Schmierfilm aus Laub und Lehm erfordert in den kommenden Herbstwochen vor allem auf Landstraßen besondere Aufmerksamkeit. Darauf weist der ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) hin. Erhöhte Rutschgefahr besteht demnach insbesondere auf Straßenabschnitten im Schatten oder im Wald, weil dort der Asphalt auch tagsüber länger nass bleibt und zusammen mit feuchten Blättern zur Gefahr wird. Hinzu kommen dann noch langsame und zum Teil überbreite Erntemaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge, von denen mitunter Lehm- und Erdklumpen fallen, die Straßen schnell zusätzlich rutschig machen können.

„Brenzlig kann es für Auto- und Motorradfahrer bei Ausweich- und Überholmanövern werden. Mähdrescher oder Ladewagen nehmen oft mehr als die Hälfte der Fahrbahn ein. Breite Erntemaschinen haben zudem beim Abbiegen einen größeren Radius, was viele Verkehrsteilnehmer unterschätzen. Im Zweifel gilt: Statt risikoreich zu überholen, besser Gas wegnehmen und dem schweren Gerät geduldig folgen. Meist fahren landwirtschaftliche Fahrzeuge nach kurzer Zeit ohnehin von den viel befahrenen Straßen ab“, teilt der ADAC mit. Grundsätzlich rät der Club, entlang von Feldern und dort, wo landwirtschaftliche Wege einmünden, besonders vorausschauend und aufmerksam zu fahren sowie das Tempo zu verringern. Empfehlenswert sei auch ein größerer Sicherheitsabstand.

Alles in allem ist das typische Herbst- und Winterwetter mit Glätte durch Regen und später Schnee und Eis laut Statistischem Bundesamt mit rund 13 000 Fällen pro Jahr genauso oft der Grund für Unfälle mit Personenschäden wie Trunkenheit am Steuer oder Fehler beim Überholen. Gerade bei schwierigen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer deshalb besonders auf die Verkehrssicherheit des eigenen Fahrzeuges achten, teilt die DVAG mit und erinnert an eine „goldene Regel“: „Beim Reifenwechsel gilt die O-bis-O-Regel: Von Oktober bis Ostern mit Winterreifen fahren.“

Zunehmen dürfte auch demnächst auch wieder die Zahl der Wildunfälle, warnen Polizei und Landesjägerschaft. „Dämmerungszeiten sind Wildwechselzeiten“, heißt es seitens der Polizei. Zu den im Herbst ohnehin kürzer werdenden Tagen kämen weitere Gefahrenmomente wie die tief stehende Sonne, nasses Laub auf den Straßen und die Suche des Wildes nach Nahrung. Noch massiver werde es nach der Zeitumstellung in zwei Wochen.

In der Verantwortung stehen auch Anwohner. Sie müssen dafür sorgen, dass Laub nicht zur gefährlichen Rutschfalle wird. „Grundstückseigentümer müssen die Allgemeinheit vor Gefahren schützen, die von ihrem Grundstück und angrenzenden Wegen ausgehen können“, schreibt die Württembergische Versicherung. Und dazu gehöre eben auch, Laub zu kehren. Diese Pflicht können Eigentümer per Mietvertrag oder Hausordnung an Mieter weitergeben.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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