Erstes Treffen mit Tania Breyer / „Im Landkreis ist noch viel zu holen“

Organisierte Kreativität als Netzwerk-Ziel

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Tania Breyer vom Regionalbüro Bremen/Niedersachsen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. ·

Nienburg - Von Regine SulingLässt sich Kreativität organisieren? Einen ersten Anlauf, um eine Antwort auf diese Frage zu finden, wagte Tania Breyer vom Regionalbüro Bremen/Niedersachsen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung am Donnerstagabend im Kulturwerk in Nienburg.

Unter dem Motto „Organisierte Kreativität: Netzwerkempfang für Akteure der Kultur- und Kreativwerkstatt“ waren Menschen aus kreativen Berufen eingeladen, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Die Vernetzung allerdings begann bei der Auftaktveranstaltung später als gedacht: Denn allein das Rahmenprogramm, das erste Impulse geben sollte, dauerte nahezu zwei Stunden. In denen erfuhren die zahlreich erschienenen Gäste einiges. „Netzwerken ist angesagt, aber auch eine Herausforderung“, gab Landrat Detlev Kohlmeier den Gästen mit auf den Weg. „Ich hoffe, dass das, was sie initiieren, Zukunft hat“, sagte Kohlmeier.

Tania Breyer erläuterte im Anschluss, dass die rund 965 000 Menschen, die in ganz Deutschland in der Kreativwirtschaft arbeiten, rund 137 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Eine nicht zu verachtende Größe, befand auch Uta Kupsch. Die Wirtschaftsförderin der WIN weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Unternehmen Bedarf an kreativer Unterstützung haben: „Hier im Landkreis ist noch viel zu holen.“

Dann kamen fünf Unternehmer auf die Bühne: Sie erzählten im lockeren Dialog mit Tania Breyer, was sie machen, vorhaben und sich von einem Netzwerk erhoffen. Letzteres muss etwas bringen, da waren sich alle einig. „Netzwerken finden wir gut, da machen wir mit“, sagte Thomas Friebe, Geschäftsführer der Softwareschmiede i.syde aus Balge.

Was aus einem ersten Treffen der Kreativen werden kann, verriet Thiemo Eddiks. Der 3D-Grafikdesigner aus Oldenburg hat das Kreativnetzwerk unter dem Titel „crea8oldenbrg“ mit initiiert. Netzwerkabende, Veranstaltungen mit Referenten, eine eigene Website zur weiteren virtuellen Vernetzung: All das machen die Kreativen dort.

Ob sich in Nienburg eine ähnlich organisierte Kreativität entwickelt, ist noch offen. Ins Gespräch kamen die Teilnehmer bereits – und legten so den Grundstein für ihr Netzwerk.

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