Bärbel Arndt schafft es ins Kreiszeitungs-Rezeptebuch

Schnucke und Senf: das passt

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Bärbel Arnd kocht gern für sich und ihre Lieben.

Hoya/ Bremen - Von Burkhard Peters. Das Kochen geht Bärbel Arndt ganz entspannt an. „Ich probiere gerne Neues aus, und was mir gelingt, bereite ich gerne wieder zu.“ Nach dieser Philosophie ist sie auch zu ihrem Lieblingsrezept gekommen: Heidschnucken-Keule in Senfsauce.

Damit hat sie sich bei der Kreiszeitungs-Aktion „Der Norden is(s)t lecker“ beworben – und es als eine von zehn Lesern in das Kochbuch zur Aktion geschafft, das demnächst erscheint.

Die Bremerin verbringt ihre Wochenenden bei ihrem Lebensgefährten Jörg Stuzmann in Heesen. Vor rund zehn Jahren ist sie über Bekannte an die Delikatesse gekommen. Die Tiere wachsen im Landkreis Verden auf. Als zum ersten Mal eine Keule auf ihrem Küchentisch lag, überlegte Bärbel Arndt, wie sie daraus etwas Leckeres zaubern konnte. „Ich habe mich für eine deftige Variante entschieden.“

Freunde, Verwandte und ihr Lebensgefährte hätten zunächst verhalten auf die Spezialität reagiert. „Lamm und Schaf sind ja auch nicht jedermanns Sache“, räumt die 55-Jährige ein. Doch die Neugier überwog, und ihre Lieben kamen auf den Geschmack. Seitdem serviert Bärbel Arndt ihre Heidschnucken-Keule immer zu Weihnachten und zu Ostern. Je nach Jahreszeit serviert sie als Beilage Rosenkohl oder Rotkraut. „Im Frühjahr schmeckt sogar Spargel dazu“, wirbt die technische Zeichnerin für ihr Lieblingsrezept.

Vor der Zubereitung der Heidschnucken-Keule entfernt die Bremerin gründlich Sehnen und Fett. „Das nimmt dem Fleisch den etwas strengen Geschmack“, sagt die Hobbyköchin. Und weil Heidschnucken auf der Wiese gern deftige Kräuter fressen, entwickelt ihr Fleisch später im Ofen eine ganz eigene geschmackliche Note. Eben die hat es der ganzen Familie angetan.

„Wir haben durch unsere Tochter viele neue Gerichte kennengelernt“, sagen Bärbels Eltern Rita und Robert Arndt. Manchmal bringt die Freizeitköchin auch etwas Asiatisches oder Italienisches auf den Tisch.

Von Kochbüchern oder Rezepten aus dem Internet lässt sich Bärbel Arndt gerne inspirieren. Aber sklavisch an die Rezeptvorlagen hält sie sich nicht. „Ich habe ja noch in der Schule kochen gelernt“, sagt die Blumenthalerin. „Daher weiß ich: Wasser brennt nicht so schnell an.“ Sie macht allen Interessierten Mut, am Herd mal etwas Neues auszuprobieren.

In ihrem Lebensgefährten und ihren Eltern findet Bärbel Arndt dankbare Tischgenossen. „Wir lassen uns gern überraschen“, sagt ihre Mutter Rita. Sie bevorzugt traditionelle deftige norddeutsche Küche. „Aber unser Opa ist zur See gefahren und hat immer mal was Leckeres aus aller Welt mitgebracht“, erzählt die Bremerin. Neugier in kulinarischen Dingen hat die Seniorin an ihre Tochter weitergegeben.

www.kreiszeitung.de/rezepte

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