Hightech hoch über der Straße

Nienburgs Bauhof stellt neuen Schlepper vor

Schlepper Bauhof Nienburg
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Bauhofmitarbeiter Henrik Walter erklärt die Technik des neuen Schleppers. 

Nienburg - von Leif Rullhusen. Klimaanlage, Sitzheizung, Navi, Automatik und selbstverständlich Allradantrieb. Für adäquaten Vortrieb sorgt ein 145 PS starker Diesel. Das neue Schmuckstück im Fuhrpark des Nienburger Bauhofes kann sich sehen lassen.

Auch wenn die Ausstattungsliste anderes vermuten lässt, es handelt sich um ein reines Arbeitsgerät, um einen Schlepper beziehungsweise Traktor der finnischen Firma Valtra.

Schlepper muss im Winterdienst seine Bewährungsprobe bestehen

Die – komplett mit Anbaugeräten ausgerüstet – 263 000 Euro teure Neuanschaffung des Bauhofes löst einen 18 Jahre alten Unimog ab, der nun seine Schuldigkeit getan hat. Zumindest fast: „Diesen Winterdienst werden wir den Unimog noch mitnutzen“, erklärt Lutz Scheele, Gärtnermeister und Baumpfleger beim Bauhof. Er dient als Back-up, bis der neue Schlepper seine Bewährungsprobe überstanden hat. Scheele: „Erfahrungsgemäß funktioniert neues Gerät erst nach einem Winter richtig gut.“

Zufriedene Gesichter (v.l.): Lutz Scheele, Henrik Walter (in der Kabine), Cornelia Riedewald, Karim Iraki und Henning Onkes.

Vergangene Woche stellten Scheele, Bauhof-Fahrer Henrik Walter und Bauhof-Chefin Cornelia Riedewald den Neuerwerb Politik und Presse vor. Sowohl Bürgermeister Henning Onkes, als auch der Bauausschussvorsitzende Karim Iraki enterten sofort neugierig den Sitz in der Kabine des Schleppers, nahmen Platz zwischen Monitoren, Tasten und Joystick. „Das sieht ja aus wie in einem Flugzeugcockpit“, war Iraki nach dem Probesitzen schwer beeindruckt. Fahren ließe sich der zwölf Tonnen Schlepper dank stufenloser Automatik trotzdem ganz einfach, versicherte Scheele.

Das Schweizer Taschenmesser im Bauhof-Fuhrpark

Wenn der neue Valtra-Schlepper wie erwartet funktioniert, ist er quasi das Schweizer Taschenmesser im Bauhof-Fuhrpark. Ein wahres Multitool. Über Front- und Heckzapfwellen lassen sich die verschiedensten Geräte anbauen und betreiben. Für den Winterdienst ist er mit einem Feuchtsalzstreuer sowie einem Räumschild ausgerüstet. Im Sommer kommt er sowohl zum Mähen des Straßenseitenraums und Böschungen als auch auf extensiv genutzten Flächen zum Einsatz. Dabei kann der hydraulische Auslegearm bis zu 7,60 Meter ausgefahren werden. Im Herbst und Winter schneidet er schließlich Hecken und Gehölze. Darüber hinaus kann er aufgrund seines Frontladers den Radlader des Bauhofes ergänzen.

Da hätte wohl sogar der Bürgermeister richtig Lust auf Winterdienst.

Bauhof-Fahrer Henrik Walter thront bei seinen Einsätzen zukünftig regelrecht über der Straße. Trotz der hohen Sitzposition ist der Valtra nach vorne hin aufgrund seiner Anbauten aber so unübersichtlich, dass dort zwei Kameras die toten Winkel überwachen. Apropos überwachen: Auch der Schlepper selbst wird per GPS bei seinen Einsätzen kontinuierlich überwacht. „Das dient als Beweis, dass wir unserer Streu- und Räumpflicht im Winter nachgekommen sind“, erklärt Cornelia Riedewald. Früher sei das immer aufwendig auf Papier dokumentiert worden. „Das GPS zeichnet genau auf, wo, wann und wie viel Salz gestreut wurde“, verdeutlicht die Bauhofleiterin. Der Bauausschussvorsitzende dankte im Rahmen der Präsentation besonders den Mitgliedern des Fachausschusses, die die Anschaffung des neuen Schleppers durch ihre Zustimmung erst ermöglicht hätten. „Er kostet natürlich viel Geld. Aber das ist eine sinnvolle Investition“, betonte Iraki. Und es ist eine, die Henrik Walter in diesem Winter morgens wahrscheinlich etwas lieber aufstehen lässt, wenn er weiß, dass sein modernes Hightech-Arbeitsgerät auf ihn wartet.

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