Nienburger Weihnachtsmarkt: Schausteller möchten Umzug verschieben

„Wir hängen in der Luft“

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Die Glühweinzeit naht - und damit auch der Weihnachtsmarkt in Nienburg. Nur wo findet er statt?

Nienburg - von Leif Rullhusen Die Zeichen sind untrüglich: In den Supermarktregalen locken Christstollen, Zimtsterne und Dominosteine. Weihnachten naht mit Riesenschritten. Und damit auch eine Premiere in Nienburg?

Schließlich plant die Kreisstadt einen vollkommen neuen Auftritt ihres in der Vergangenheit oft kritisierten Weihnachtsmarktes. Mit neuem Konzept soll er ab dem 27. November – also in 79 Tagen – in der Innenstadt und nicht mehr am Ernst-Thoms-Platz starten. Die Organisation ist Chefsache. Bürgermeister Henning Onkes hält die Fäden für das Projekt persönlich in seinen Händen.

Von dem fühlen sich Nienburgs Schausteller derzeit allerdings etwas allein gelassen. „Wir hängen in der Luft“, klagt der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Andreas Fick. Die gesamte Planung für die Neuausrichtung des adventlichen Marktes sei zu kurz. Noch stehe nicht einmal der genaue Standort in der Innenstadt fest. Die Schausteller lehnen den Kirchplatz ab und favorisieren statt dessen die Georgstraße und den Posthof. Fick hält deshalb eine Verschiebung des Umzuges auf 2016 für sinnvoll. „Wir sollten den Markt in diesem Jahr noch einmal am alten Standort aufbauen und dann im nächsten Jahr in Ruhe miteinander sprechen“, schlägt Fick vor. Die Stadt dürfe die Schausteller schließlich nicht ins kalte Wasser werfen.

Offen ist nach wie vor auch die Integration des Winterwaldes in den Weihnachtsmarkt, die der Bürgermeister anstrebt. Die Bürgerstiftung veranstaltet die weihnachtliche Budenstadt seit drei Jahren erfolgreich am Spargelbrunnen und wehrt sich nach wie vor gegen eine Verlegung des Winterwaldes in Richtung Georgstraße oder Marktplatz. „Wir haben einen Antrag bei der Stadt gestellt, unseren Markt am alten Standort stattfinden zu lassen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerstiftung, Volker Dubberke. Über den sei noch nicht entschieden worden. „Argumente für einen Umzug sehen wir bislang nicht“, macht Dubberke klar. Schließlich sei die gesamte Logistik auf den Standort am Spargelbrunnen ausgerichtet. Dass überzeugende Argumente bei einem für Mitte des Monats geplanten Gesprächs mit dem Bürgermeister auf den Tisch kommen, bezweifelt Dubberke. „Ich wüsste nicht, welche das sein sollten.“ Selbst wenn es welche gäbe, würde dann allerdings die Zeit drängen.

Die war von Beginn an knapp, der entsprechende Zeitplan eng getaktet. Der Versuch, die Organisation des Marktes in externe Hände zu geben, scheiterte zunächst. Daraufhin sprang die Stadt erst im Sommer als Ausrichter ein, will diese Funktion auf lange Sicht aber wieder abgeben.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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