In zweieinhalb Wochen fließt der Verkehr über die neue Straße

Nienburger Südumgehung: Eröffnung am 5. November

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Lückenschluss: Die Brücke über den Meerbach wurde erst Ende September fertiggestellt.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Es wird ein großer Tag. Nach vier Jahren Bauzeit, jahrzehntelanger Planung und vielen Verzögerungen rollt in Kürze der Verkehr über den Nienburger Südring. 

In zweieinhalb Wochen wird der Verkehr über den Südring fließen. Am Dienstag, 5. November, wird Nienburgs neue Südumgehung offiziell eröffnet. Das berichtete der bei der Stadt für das Bauprojekt verantwortliche Ingenieur Michael Pohl in der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend. Nach dem feierlichen Durchschneiden des Baustellenbandes dürfen die Autofahrer den frischen Asphalt dann erstmals unter die Räder nehmen.

Die Fertigstellung der Meerbachbrücke verzögerte sich um ein Jahr.

Der Weg bis zur Fertigstellung der drei Kilometer langen Trasse, die Langendamm mit dem Schäferhof verbindet, war lang und mit zahlreichen Stolpersteinen bestückt. Allein die Bauzeit betrug fast vier Jahre. Ursprünglich kalkulierten die ausführenden Baufirmen gut eineinhalb Jahre. Doch nur der Bau der Brücke über den Steinhuder Meerbach verzögerte die Fertigstellung des Straßenbauprojektes um ein Jahr. Im Sommer 2018 kündigte die Stadt aufgrund von Differenzen den Vertrag mit der beauftragten Baufirma und schrieb den Brückenbau erneut aus.

Bestimmte Arbeiten nur während Sperrzeiten möglich

Eine enorme technische Herausforderung war zudem die Errichtung der Brücke über die viel befahrene Bahnstrecke Nienburg-Minden. Weil sie über die Bahngleise führt, galten für die Arbeiten ganz besondere Anforderungen. Schließlich musste eine Gefährdung des Zugverkehrs ausgeschlossen sein. Bestimmte Arbeiten waren überdies nur während der von der Deutschen Bahn festgelegten Sperrzeiten möglich – also das Zeitfenster, in dem der Zugverkehr ruht und auf den Gleisen gearbeitet werden darf. Die Bahn hatte diese Zeiten auf die Nachtstunden an Wochenenden zusammengestrichen.

Ein große technische Herausforderung war der Bau der Brücke über die Eisenbahnstrecke.

Selbst der Baubeginn verschob sich um Jahre. Im Sommer 2012 sollten sie eigentlich starten. Die Stadt hatte damals für den Bau der Eisenbahnbrücke sogar schon Sperrzeiten von der Deutschen Bahn bekommen. Die ersten Planungen zu der jetzt fertigstellten Trassenführung stammen sogar schon aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Baukosten lieferten Diskussionsstoff

Schließlich lieferten zwischendurch auch die Baukosten Diskussionsstoff. Auf 16,6 Millionen Euro hatte ein Beschluss des Nienburger Stadtrates diese gedeckelt. Vergeben hatte die Stadt die Arbeiten dann inklusive Radwege und Ausgleichsmaßnahmen für nur 11 bis 12 Millionen. Nachtragsforderungen der Bauunternehmen ließen sie wieder auf rund 16 Millionen ansteigen.

Im Frühjahr 2016 bohrte ein Kettenbagger 2000 Löcher zur Entwässerung ins Erdreich der zukünftigen Trasse.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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