Startsignal zum Erweiterungsbau an der Integrierten Gesamtschule

Nienburger IGS-Erweiterung: Der erste kollektive Spatenstich

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Ordentlich Sand flog beim symbolischen ersten Spatenstich zum IGS-Erweiterungsbau.

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Ein wenig hatten die Bauherren nachgeholfen, damit der erste Spatenstich für den IGS-Anbau in Nienburg nicht am gefrorenen Boden scheiterte. 

Ein frisch aufgeschütteter Sandhaufen lag für den symbolischen Akt am Freitagnachmittag bereit. Die Vorsorgemaßnahme half. Bei dem offiziellen Startschuss für die IGS-Erweiterung flog ordentlich Sand.

Bereits in der kommenden Woche sollen die Bauarbeiten für den 6,5 Millionen Euro teuren Anbau starten, in dem zukünftig die Schüler der Sekundarstufe II unterrichtet werden. Dann wird allerdings der gefrorene Boden eine entscheidende Rolle spielen. „Wenn die Witterungsbedingungen es zulassen, beginnen die Bauarbeiten noch in diesem Monat“, erklärte Landkreissprecher Michael Duensing anlässlich des ersten Spatenstichs. Sollte alles reibungslos verlaufen, rechnet Landkreis-Architektin Katharina Thomsik mit der Fertigstellung im Sommer 2019. Ein durchaus ambitionierter Zeitplan. Schon im März soll der Rohbau beginnen und in diesem Sommer der Innenausbau folgen. Die Erweiterung wird zukünftig Schülern der Jahrgänge elf bis 13 auf über 2500 Quadratmetern Fläche unter anderem Klassen- und Fachunterrichtsräume sowie ein multifunktionales Foyer bieten.

Das neue Foyer ist multifunktional nutzbar.

Bevor die offiziellen Vertreter aus Verwaltung, Politik und des Planungsbüros kollektiv zur Schaufel griffen, gingen Landrat Detlev Kohlmeier und Schulleiter Mathias Granz auf die Entwicklung der IGS sowie die Bedeutung der Erweiterung ein. Mit der Einführung der Sekundarstufe II ermögliche man den Schülern, dass sie die IGS von der fünften Klasse bis zum Abitur durchgehend erleben können, betonte Granz. „Eine Schule ist erst richtig leistungsstark, wenn sie den Weg bis zum Abitur anbietet“, ergänzte Kohlmeier. „Zum übernächsten Jahr gibt es eine ganz und gar vollständige Schule.“ Der Landrat lobte zudem die Pionierarbeit der IGS-Mitarbeiter in den zurückliegenden Jahren. Das sei nicht immer leicht und reibungslos gewesen. Er habe aber den Eindruck, die Schule habe sich gefunden und gefestigt.

Anfang vergangenen Jahres – exakt am 17. Januar – erhielt die Nienburger IGS von der Niedersächsischen Landesschulbehörde die Genehmigung für die Erweiterung um eine gymnasiale Oberstufe. Sie beginnt mit dem Schuljahr 2019/20. In seiner Antragstellung konnte der Landkreis eine Schülerzahlenentwicklung für die kommenden zehn Jahre von mindestens 54 Schülern pro Jahrgang statistisch prognostizieren. Damit ist auch die erforderliche Wahlmöglichkeit in der Schwerpunktsetzung der Unterrichtsfächer gegeben. Mit der Genehmigung konkretisierten sich auch die Planungen für den Neubau der gymnasialen Oberstufe, der mit dem Spatenstich am Freitag begann.

Die Geschichte der Integrierten Gesamtschule ist noch relativ jung. Erst im Sommer 2013 startete der Unterricht an der IGS. Zunächst war sie in den Räumen der ehemaligen Friedrich-Fröbel-Schule untergebracht, bevor sie im Sommer 2016 nach zweijähriger Bauzeit in den 20-Millionen-Euro-Neubau am Berliner Ring umzog. Wenn alles nach Plan läuft, findet die nächste Einweihungsfeier in eineinhalb Jahren statt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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