Akademie erwartet 300 zusätzliche Anwärter

Wohnraum für Polizeistudenten dringend gesucht

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Der Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen, Dieter Buskohl und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes erläutern Möglichkeiten und Initiativen, Wohnraum für die zu erwartenden Neuzugänge der Polizeiakademie zu schaffen.

Nienburg - Von Hartmut Grulke. 3.000 Polizeistudenten an den drei Standorten Nienburg, Oldenburg, Hann.-Münden sind zunächst eine positive Bilanz. Während Oldenburg und Hann.-Münden ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben, ist es Absicht der Landesregierung, dass Nienburg weiter ausgebaut werden soll. 

2018 werden circa 500 zusätzliche Studienplätze geschaffen, wovon etwa 300 auf Nienburg entfallen. Dass das logistisch gesehen schon mal eine Herausforderung ist, darüber sind sich Dieter Buskohl, Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes während eines Pressegesprächs einig.

Erfahrungsgemäß suchen sich rund 55 Prozent der in Nienburg studierenden Polizeikommissaranwärter ihren Wohnraum auch in der Weserstadt. Bedeutet zum 1. April einen zusätzlichen Wohnraumbedarf in Nienburg von schätzungsweise 180 Einheiten. Während Onkes mit dem Slogan „Willkommen in Nienburg“ wirbt und neben sozialen Komponenten auch den Wirtschaftsfaktor im Auge hat, geht es dem Akademie-Chef vordergründig um die Bindung der Polizeibewerber an das Land Niedersachsen.

Ortsnähe ist wichtig

In allen Bundesländern werbe man verstärkt um die zukünftigen Polizeibeamten und letztlich fließe auch die Möglichkeit, am Studienort Wohnsitz nehmen zu können, in die Entscheidungsfindung der jungen Studenten mit ein. „Weiterhin“, so Buskohl, „haben wir den Studienerfolg im Blick. Ortsnähe zur Akademie erleichtert den Studierenden vieles, vom gemeinsamen Lernen bis zur Teilnahme an Studienangeboten, die manchmal bis in die Abendstunden reichen. Was wir jetzt dringend und schnellstens brauchen, ist zusätzlicher Wohnraum. Nicht nur für die Studenten, sondern auch für Dozenten, Trainer und Verwaltungsangestellte.“

„Was wir nicht wollen“, sagte Onkes, „ist die Verdrängung anderer Wohnungssuchende, beispielsweise im Seniorenbereich.“ Darum versuche die Stadt Initiativen zu setzen, um alten Wohnraumbestand zu aktivieren oder neuen zu schaffen. Onkes Appell richtet sich insbesondere an Nienburger Bürger, die über vermietbaren Wohnraum verfügen, sich bisher aber nicht entschließen konnten, diesen auch zu vermieten. 

"Polizisten" im Haus

Der wirtschaftliche Vorteil einer Mieteinnahme ergänze sich mit dem sozialen Aspekt, einen „Polizisten“ im Hause wohnen zu haben, was für das subjektive Sicherheitsgefühl des Vermieters nicht unerheblich sein könnte. Manchmal steht ein Zimmer einfach leer, weil die Kinder aus dem Haus sind und könnte so wieder mit Leben gefüllt werden. Dabei ist die Vermietdauer absehbar. Drei Jahre dauert in der Regel das Studium der zukünftigen Polizisten.

Wer also an einzelne Polizeistudenten oder Wohngruppen vermieten möchte, kann sich mit seinem Angebot an die Wirtschaftsförderung der Stadt Nienburg wenden. Christina Thomas ist unter Tel. 05021/87318 erreichbar. Die Polizeiakademie rufen Interessenten unter Tel. 05021/9778603 an.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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