IHK händigt Zeugnisse an 260 Prüflinge aus

Zwölf junge Fachkräfte mit herausragenden Noten

Zehn ehemalige Auszubildende aus den gewerblichen und technischen Berufen wurden mit einer lobenden Anerkennung ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörten Heinz-Friedel Bomhoff (l.), Sabine Schröder (5. v. l.) und Andreas Raetsch (r.).

Nienburg - Von einem festlichen Rahmen geprägt waren die Freisprechungsfeiern der Geschäftsstelle Nienburg der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. Insgesamt haben knapp 260 Prüflinge an den Sommerabschlussprüfungen teilgenommen.

219 ehemalige Absolventen nahmen an zwei Tagen im Wesersaal in Nienburg ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Zwölf der jungen Fachkräfte hatten ein gutes beziehungsweise sehr gutes Ergebnis erzielt und wurden für diese herausragenden Leistungen mit einer lobenden Anerkennung der Industrie- und Handelskammer und vom stellvertretenden Landrat Heinz-Friedel Bomhoff mit einem Präsent des Landkreises ausgezeichnet. Das waren die Verkäuferin Yara Lisette Finke (Ausbildungsbetrieb Lidl, Uchte), der Verkäufer David Köhn (real SB-Warenhaus), die Industriemechaniker: Lars Repetzky, Binnen (Industriepark Nienburg), Jona Hardt, Rehden (ExxonMobil Production, Steyerberg), Sina Oltmann, Borstel (ExxonMobil Production, Steyerberg), der Elektroniker für Betriebstechnik Matti Böhler, Uchte (ExxonMobil Production, Steyerberg), die Maschinen- und Anlagenführer Brian Bäcker, Nienburg (Bremskerl-Reibbelagwerke, Estorf), Mark Heine, Heemsen (Oelschläger Metalltechnik, Hoya), die Kauffrauen im Groß- und Außenhandel Clara Lütgendorf, Steyerberg, Marie Behrmann, Borstel (beide Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen-Mitte, Schweringen), die Industriekauffrauen Christine Wecker, Rehburg-Loccum (NIKU GmbH, Nienburg), Lisa-Caureme Oesker, Grethem (BASF Catalysts Germany GmbH, Nienburg). Der Industriekaufmann Thorben Meyer, Harpstedt (Vilsa-Brunnen Otto Rodekohr, Bruchhausen-Vilsen) erhielt keine Prämie des Landkreises Nienburg, da er im Landkreis Oldenburg wohnt.

Zusätzlich wurden die drei besten Prüfungsteilnehmer mit einem Geldpreis der Werner-Ehrich-Stiftung ausgezeichnet. Über 300 Euro freute sich Sina Oltmann (Borstel), 200 Euro erhielt Lars Repetzky (Binnen) und 100 Euro nahm Lisa-Caureme Oesker (Gilten) als Anerkennung für besonders gute Leistungen entgegen.

Qualifizierte Ausbildung ein gutes Fundament

Andreas Raetsch, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Nienburg, überbrachte neben dem stellvertretenden Landrat Heinz-Friedel Bomhoff sowie Vertretern der Berufsbildenden Schulen und der Arbeitsagentur den jungen Fachkräften zur bestandenen Prüfung ihre Glückwünsche. Der Abschluss sei nach Angaben der Redner ein wesentlicher Grundstock für ein erfolgreiches Berufsleben.

Heinz-Friedel Bomhoff, Kerstin Lüders von der Wirtschaftsförderung der Stadt sowie der stellvertretende Schulleiter der Berufsbildenden Schulen (BBS), Harald Fleetjer, und dessen Chefin Sabine Schroeder, die am zweiten Tag im Namen der BBS die Glückwünsche überbrachte, erklärten übereinstimmend in ihren Grußworten, dass eine qualifizierte Ausbildung das beste Fundament sei. Sie forderten die ehemaligen Auszubildenden dazu auf, alle angebotenen Möglichkeiten der Weiterbildung auf jeden Fall in Anspruch zu nehmen. Übereinstimmend bekräftigten die Redner, dass nach wie vor ein Fachkräftemangel bestehe, so dass sich für die ehemaligen Prüflinge besten Chancen bestünden.

Andreas Raetsch erwähnte in seinem Statement, dass im vergangenen Jahr 445 neue Ausbildungsverträge bei der IHK eingetragen worden seien und in diesem Jahr bereits 200 Verträge vorliegen.

Die berufliche Ausbildung besitze einen sehr großen Stellenwert im Landkreis Nienburg, gab der IHK-Vertreter zu bedenken und wies gleichzeitig darauf hin, dass die IHK Hannover einen Weiterbildungsfonds ins Leben gerufen hat. Insgesamt stehen in diesem Fonds zwei Millionen Euro für Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, betonte Raetsch. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter beruflich weiterbilden, erhalten einen 50-prozentigen Zuschuss zu den Lehrgangskosten.

Falls Unternehmer in die Weiterbildung von Flüchtlingen oder in Seminare zur Digitalisierung investierten, winke sogar einen Zuschuss von 75 Prozent, sagte der IHK-Geschäftsstellenleiter. 

msa

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