Bundeswehr-Standort Nienburg

„Zentrum ist nicht wegdenkbar“

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Rechts herum, bitte: Generalmajor Jürgen Knappe (r.) beim Abschreiten der Formationen mit Oberst Wolfgang Paulik und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes.

Nienburg - Von Kurt Henschel. „Das Zentrum ist ein Schlüsselelement des territorialen Netzwerkes“ und „aus unserer Ausbildungslandschaft nicht mehr wegdenkbar“. Das erklärte Generalmajor Jürgen Knappe, der aus Berlin angereiste Kommandeur des „Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr“, in einer seiner ihm unterstellten 21 Dienststellen, dem Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr in der Nienburger Clausewitz-Kaserne. Grund seines erneuten Besuchs an der Weser war der Kommandeurs-Wechsel von Oberst Wolfgang Paulik zu Oberst Joachim Miller.

Während sich der neue Kommandeur und Standortälteste weitgehend im Hintergrund hielt, lieferte der in die Niederlande wechselnde Paulik eine launig-lehrreiche Abschiedsrede mit einer Prise Kritik an der Personalpolitik der Bundeswehr (siehe Artikel links), ehe er in einer – von seinen Untergebenen organisierten – Pferdekutsche sitzend seine bisherige Wirkungsstätte verließ.

„Abgang“ in einer Pferdekutsche

General Knappe hatte zuvor die Verdienste von Wolfgang Paulik gewürdigt. Er und seine Mitarbeiter hätten die Umwandlung und die „Professionalisierung der Lehre und deren Öffnung für das territoriale Netzwerk“ bewältigt und darüber hinaus aus einer nationalen CIMIC-Übung eine multinationale („Joint Cooperation“) mit der Beteiligung von 15 Nationen gemacht. „Diese Übung hat sich zur größten CIMIC-Übung der NATO aufgeschwungen“, lobte Knappe. „Sie waren der Mann, den dieses Zentrum bei seiner Neugestaltung brauchte“, fügte der General an.

Knappe lobte Pauliks „Mut und unkonventionelles Vorgehen“. Er sei ein „Analytiker, ein Querdenker und ein Macher in der praktischen Umsetzung“, wobei Paulik dem General auch als „anstrengender Gesprächspartner, der mich immer gefordert hat“ begegnet sei. Und dennoch, so der General: „Es war mir eine Freude, den Dialog mit Ihnen zu führen, und Ihre Art wird mir fehlen.“

Persönlich dankte der General dem Oberst dafür, dass ihm Paulik in der Diskussion über die Neuausrichtung in den territorialen Fragen „ein ganz wichtiger Ratgeber“ gewesen sei, der ihm nach seiner Entscheidung über den zu gehenden Weg in „ganzer Autorität loyal“ an seiner Seite gestanden habe. „Das war Größe, dafür bin ich Ihnen dankbar“, so Knappe zu Paulik.

Der General war aber nicht nach Nienburg gereist, um den Nachfolger Wolfgang Pauliks zu vergessen. Im Gegenteil. Knappe erklärte, Oberst Joachim Miller sei durch seine CIMIC-Tätigkeit im Multinationalen Kommando Operative Führung „bestens für die neue Verwendung vorbereitet“. Millers Vita spreche für sich, so der General, der dem neuen Kommandeur zurief: „Sie, Herr Oberst Miller, sind von Ihrer Persönlichkeit und von Ihrem Verwendungsaufbau ein Garant für Kontinuität und ganz sicher der richtige Mann für die vor Ihnen liegende Aufgabe.“ Kontinuität, so der General, „heißt nicht Gleichheit. Unter Ihrer Führung wird sich gemäß Ihrer Maßgabe das Zentrum weiterentwickeln – das ist in unserer kurzweiligen und schnelllebigen Zeit nötig und wichtig. Ich wünsche Ihnen dabei eine glückliche und gute Hand“.

Musik aus Münster und Ehrenzug vom EloKaBtl

Zum Gelingen des feierlichen Zeremoniells trugen am gestrigen Vormittag die Mitglieder des Luftwaffenmusikkorps aus Münster unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Weiper sowie der Ehrenzug des ebenfalls in der Clausewitz-Kaserne beheimateten Bataillons Elektronische Kampfführung (EloKaBtl) 912 mit Oberleutnant Matthias Szodry bei.

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