Kreisjugendfeuerwehr Nienburg: Keine vorzeitige Absage in Münchehagen

Zeltlager-Bewohner wollen dem Regen die Stirn bieten

Die Wetterlage stets im Blick hat Schriftwart Frank Mahlmann. Im Hintergrund Finanzministerin Larena Gleiminger.

Münchehagen - Von Kurt Henschel. „Eine vorzeitige Absage kommt nicht infrage – wir machen weiter!“ Mario Hotze, Nienburgs Kreisjugendfeuerwehrwart, hat gestern im Kreis-Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Münchehagen dem widrigen Wetter den Kampf angesagt. Obwohl das Zeltstadt-Gelände vom vielen Regen völlig durchweicht ist, wollen die Verantwortlichen sowie die etwa 1 100 Teilnehmer mit ihren Betreuern den üblen Umständen die Stirn bieten und sich nicht unterkriegen lassen.

Es geht also weiter im Ortsteil der Stadt Rehburg-Loccum. Dort sind zwar seit der Eröffnung am Freitagabend (wir berichteten) eher Spaten, Schaufeln und Tauchpumpen gefragt als Hüte zum Schutz vor Sonne, aber dennoch ist die Laune durch die Mega-Mengen an Wasser längst nicht verdorben.

Humor und immer wieder auch „Galgenhumor“ – je nach Sichtweise – prägen die Stimmung im „Feuchtgebiet“, in dem immerhin die „Mücken und Zecken alle ersoffen“ sind, wie es einer der Lager-Sanitäter treffend ausdrückte und in der miesen Situation Positives fand. Optimismus versprühte immer wieder auch der Chef selbst: „Die Sonne kommt gleich – alles wird gut“, so Mario Hotze.

Er leitet sein erstes Kreis-Zeltlager, nachdem er mit seien beiden Stellvertretern Andreas Ohling und Tristan Müller die Verantwortung vom Vorgänger-Trio Detlef Schiller, Enno Schomerus und Cord Meyer übernommen hatte. Entsprechend angespannt sei er gewesen bei der Eröffnungs-Ansprache, wie er einräumte, doch letztlich meisterte Hotze diese Aufgabe meisterlich.

Und er ist froh, ein starkes Team an seiner Seite zu wissen. Bereits an den ersten Tagen ist nämlich zu erkennen gewesen, dass jedes Zahnrad in das andere greift und den „Laden“ laufen lässt. Hinzu kommt eine bärenstarke Truppe der Ortsfeuerwehr Münchehagen, die unter der Leitung von Ortsbrandmeister Sebastian Sinsch auf die miese Witterung schnell und glänzend reagiert hat, aber mehr zu tun hatte als ihr lieb gewesen sein dürfte.

Flexibilität ist Trumpf in Münchehagen, wo die Verantwortlichen schnelle und kluge Entscheidungen treffen. So kamen die „Spiele ohne Grenzen“ in der Sporthalle und im Versorgungszelt unter, so starteten die sportlichen Wettbewerbe nicht gestern, sondern sollen erst heute losgehen, so ist der Bundeswettbewerb ersatzlos gestrichen worden und – nach kurzer Diskussion – die Entscheidung zum Weitermachen gefallen.

Spaß hatten bisher die Mädchen und Jungen, die mit ihren Betreuern dem Matsch trotzen und Entwässerungsgräben ausgehoben haben auf der Wiese von Friedrich Kallenberg. Vielleicht erkennt Kallenberg sie nach „Abzug der Truppen“ ja sogar wieder.

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