Einblicke zum Thema Sicherheit vom Polizeichef

Auf dem Weg zum Zehnjahrestief

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Auf dem Weg ins Zehnjahrestief befindet sich die Kriminalität im Bereich Nienburg. Madig machen könnte den Triumph der Polizei noch das aktuelle Hoch bei Wohnungseinbrüchen.

Immer wieder Einbrüche, Gerüchte um Probleme mit Flüchtlingen und Ausschreitungen auf Großveranstaltungen: Nienburgs Polizeichef Frank Kreykenbohm erklärte während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung der Stadt Nienburg, wie es denn nun gestellt ist um die Sicherheit in der Kreisstadt.

Dabei durfte er, ohne die konkreten – und noch nicht freigegebenen – Zahlen für das laufende Jahr zu nennen, von einer insgesamt sinkenden Kriminalitätsfällen berichten. „Ich bin guter Dinge, ein Zehnjahrestief zu erreichen“, erklärte er. Das gelte auch für Gewalttaten, obgleich es in jenem Bereich vermutlich eine recht hohe Dunkelziffer gäbe. Nicht recht hineinpassen in die Statistik mag dabei die derzeit große Menge an Wohnungseinbrüchen. Sie stiegen an und zwar bundesweit, betonte Kreykenbohm. Über Gründe könne er nur spekulieren, eine Möglichkeit sei aber eine Verschiebung etwa von Fahrrad- und Autodiebstählen in diesen Bereich. „Da sind schnell hohe Werte zu holen“, erklärte der Polizeichef. Eine Rolle dürfte Beschaffungskriminalität spielen, zudem sind es wohl auch einzelne Gruppen, die sich auf Einbrüche spezialisiert haben. Und immerhin: Die Versuche, bei denen Täter scheitern beziffert Kreykenbohm auf fast 40 Prozent. „Wir sind da dran“, verspricht er.

Das gilt auch für den Bereich der politisch motivierten Kriminalität, die im Kreis übrigens gemessen an vorliegenden Anzeigen – wie von uns bereits berichtet – wenig Platz einnimmt. Vor allem die Vorwürfe, Taten speziell aus dem rechten Bereich zu ignorieren, wollte Kreykenbohm nicht stehen lassen. Dagegen sprächen schon die Zahlen aus 2014: Gerademal einer Tat, die dem linken Spektrum zuzuordnen sei, stehen 12 von der rechten Seite gegenüber. Und, betonte der Leitende Polizeidirektor, darunter seien keine Gewaltdelikte. Anders als im aktuellen Jahr, in dem er von einem Übergriff gegen einen Polizeibeamten berichtete. Erste Gespräche mit dem Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE) habe es bereits gegeben. Gern dürfe da mehr draus werden.

Noch keine valide Datenbasis liege ihm für Straftaten von und gegen Flüchtlinge(n) vor. Sehr wohl einzelne Ladendiebstähle, wenige Körperverletzungen wie auch Beleidigungen „zum Nachteil von Flüchtlingen. Eine Auseinandersetzung sei ihm außerdem bekannt aus der Unterkunft am Rehhagen in Langendamm (dem Offizierskasino; Anm. d. Red.). Der Verursacher habe die Einrichtung verlassen. „Kein Grund zur Besorgnis“, fasste Kreykenbohm zusammen.

Kurz streifte er zudem noch das Altstadtfest, auf dem es insgesamt auch aus polizeilicher Sicht ruhig geblieben sei. Mit 13 habe es mehr Platzverweise als in den Vorjahren gegeben. Insgesamt hat die Polizei 59 Vorgänge bearbeitet. Bei der Menge an Besucher sehr wenig, meinte Kreykenbohm.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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