Ausstellung im Heimatmuseum Rodewald ergänzt Wolfstour

Der Würger kehrt zurück

Der präparierte Kopf des Würgers vom Lichtenmoor ist im Heimatmuseum Rodewald zu sehen.

Rodewald/Lichtenmoor - „An dieser Stelle wurde am 27. August 1948 der Würger vom Lichtenmoor durch den Bauern Hermann Gaatz erlegt.“ So steht es auf dem Gedenkstein in der Schotenheide zwischen Lichtenhorst und Eilte, wenige Meter neben der Grenze zwischen dem Landkreis Nienburg/Weser und dem Heidekreis geschrieben.

Der präparierte Kopf des mächtigen Wolfes ist bis zum 30. Oktober im Heimatmuseum Rodewald ausgestellt. Die hochgestellten Ohren und die spitzen Fangzähne lassen etwas von der Angriffslust und Gefährlichkeit des „Würgers“ ahnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Sonderausstellung „Blutrünstiges Ungeheuer oder natürliches Raubtier – Legende oder Wirklichkeit?“ informiert über die Geschichte des Tieres. Weiterhin wird das Leben seiner Artgenossen, die wieder ins Lichtenmoor zurückgekehrt sind, beleuchtet.

Der „Würger vom Lichtenmoor“, ein Wolfsrüde von beachtlicher Größe, hatte vor seiner Tötung fürchterlich unter den Kühen und Schafen „zugeschlagen“. Angeblich riss er von Mai bis zu jenem Datum im August mehr als 100 Schafe, 65 Rinder und jede Menge Wild.

„Die Ausstellung über den ,Würger vom Lichtenmoor' wertet die neue Radtour Wolfstour inhaltlich weiter auf“, sagt Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik.

Die rund 90 Kilometer lange Fahrradtour mit ihren Infotafeln beleuchtet sachlich das Thema „Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland“. Sie führt vom Wolfcenter Dörverden durch Wald-, Moor- und Heidegebiete sowie Grünlandbereiche rund um das Lichtenmoor, das ehemalige Jagdgebiet des „Würgers“, zum Wolfsstein. Das Heimatmuseum Rodewald in der Dorfstraße 3 ist sonntags, von 15 bis 17 Uhr, geöffnet. Gruppenbesuche und Führungen sind auf Anmeldung jederzeit möglich. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es bei Gisela Weier, Telefon 05074/366. Wer mehr über die Wolfstour wissen möchte, sollte sich an die Mittelweser-Touristik, Lange Straße 18, Nienburg, Telefon 05021/91763-0, Fax 05021/91763-40, info@mittelweser-tourismus.de, www. mittelweser-tourismus.de wenden.

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