Wietzens Bürgermeister Hans-Jürgen Bein wirbt um Unterstützung für die Fördervereine in der Samtgemeinde Marklohe

Der Unterschied zwischen „ausreichend“ und „richtig schön“

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Wietzens Bürgermeister Hans-Jürgen Bein am Wasser: Er lobt den Freibad-Förderverein in den höchsten Tönen.

Wietzen - Der Bericht über die Arbeit des Fördervereins Freibad Wietzen und seine Suche nach engagierten Mitstreitern veranlasste Wietzens Bürgermeister Hans-Jürgen Bein, sich zu Wort zu melden: Die Arbeit der Fördervereine sei hoch zu würdigen. Im Falle des Wietzer Freibads sogar entscheidend für den Bestand der Einrichtung. Mit Nachdruck appelliert der Bürgermeister an die Bürger, sich, wenn es die Zeit erlaubt, zu engagieren.

„In Wietzen werden beispielsweise zwei Kindergärten, die Grundschule und das Freibad von Vereinen gestützt“, so Bein. Überall dort, wo das Geld nicht ausreiche, seien Fördervereine in die Bresche gesprungen. „Die Samtgemeinde hat sich mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden verschuldet. Vieles, was Sinn macht, lässt sich ohne ehrenamtliche Spendenakquise und die heimische Wirtschaft nicht mehr finanzieren!“

Bei Einrichtungen, die es wohl auch ohne Förderverein noch gäbe, mache das Engagement der Unterstützer den Unterschied zwischen „ausreichend“ und „richtig gut“. Der Förderverein für das Freibad trage aber nicht nur dazu bei, die Wohnqualität im Grundzentrum Wietzen dauerhaft zu sichern: „Die Arbeit des Vereins leistet einen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Und sie spart Geld und entlastet die Samtgemeinde. Davon profitieren wir alle!“ Das, so Bein, könne man „gar nicht hoch genug aufhängen“.

Gemeinde und Samtgemeinde unterstützten die Fördervereine nach Kräften – etwa wenn es um Genehmigungen für neue Projekte geht oder auch, ganz bürgernah, mit einem anständigen Frühstück zur Stärkung. „Das große Plus solchen Engagements sind ja die kurzen Wege, das unkomplizierte Miteinander und auch der Spaß. Wir können hier viel bewegen, für uns selbst und unsere Familien, und da nehmen sich Politik und Verwaltung nicht aus!“

Dass nach vielen Jahren hohen Engagements nun Teile des Vorstand des Freibad-Vereins, insbesondere die Eheleute Tegtmeier, kürzertreten wollten, sei absolut nachvollziehbar: „Es ist schon etwas ganz Besonderes, dass der Vorstand überhaupt so lange und so engagiert dabeigeblieben ist!“ Um so wichtiger sei nun aber, Bürger zu finden, die bereit seien, an die Vereinsspitze nachzurücken: „Die Existenz des Bades hängt vom Engagement der Menschen ab!“, appelliert Hans-Jürgen Bein.

jh

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