Drittes Konzert auf der Mühlbachbühne

In Wietzen wird wieder auf Platt gerockt

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Gemeinsam ziehen sie an einem Strang: Winfried Schmierer (Sparkassenstiftung), Rosi im Sande (Vorstand Dorfkulturkreis Wietzen), Arno Schoppe (Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte), Ursel Graf (Vorstand Dorfkulturkreis Wietzen) und Wilhelm Lüdeke (Vorstand Dorfkulturkreis Wietzen) freuen sich, dass das Open Air Event in diesem Jahr wieder stattfinden kann.

Wietzen - Unter einem raschelnden, saftig grünen Blätterdach sitzen, eine leichte Sommerbrise in den Abendstunden – und zwischendurch erstklassige Rockklänge. Vögel pfeifen und zwitschern um die Wette: Ein Szenario, das sich nach ziemlich „weit weg“ anhört.

Doch das muss es nicht. In Wietzen wird am Sonnabend, 17. Juni, ab 18 Uhr zum dritten Mal „Rock trifft Platt“ auf der Mühlbachbühne veranstaltet. Zahlreiche Hände haben an einem Strang gezogen, um die Veranstaltung wieder anbieten zu können. Dazu gehören der Dorfkulturkreis Wietzen, verschiedene Vereine sowie die Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte und die Sparkassenstiftung.

„Rock trifft Platt“ wächst weiter

Auf der Bühne präsentieren De Schkandolmokers aus Oldenburg, Kleintje Pils aus Holland, 3 Sekunden Safran aus Wietzen und Annie Heger aus Berlin ihre plattdeutsche Musik, eine bunte Mischung aus Pop/Rock und sorgen für die Greifbarkeit der plattdeutschen Sprache auch in der jüngeren Generation.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Flyer sind gedruckt, das Programm steht. „2013 fand das erste ,Rock trifft Platt´ statt“, sagt Wilhelm Lüdeke, Vorstand des Dorfkulturkreises. Damals habe der Dorfkulturkreis Wietzen überlegt, wie die jüngere Generation mit ins „Plattdeutsch-Boot“ geholt werden könnte. So entstand schließlich das musikalische Zusammenspiel von Rock und Platt.

Die einmalige Umgebung mit der urigen Ruine im Hintergrund bietet einen spektakulären Veranstaltungsort. „Wir sind mit jedem Jahr gewachsen. Dieses Mal haben wir sogar eine professionelle Bühne“, sagt Lüdeke stolz. „Deshalb finden wir es vom Vorstand wirklich klasse, dass es Sponsoren gibt.“

Zusammenhalt und Sponsoren ermöglichen die Veranstaltung

Die Gruppe Kleintje Pils nimmt beispielsweise gar keine Gage. Der Dorfkulturkreis finanziert lediglich die Busfahrt der knapp 20 Musiker von Sassenheim nach Wietzen. Die Oldenburger Band De Schkandolmokers hat sich mit rund 20 Personen angekündigt, die privat in Wietzen untergebracht werden müssen. Kein (großes) Problem für den Wietzener Zusammenhalt.

Natürlich kostet so ein Vorhaben nicht wenig Geld. „Wenn das Wetter mitspielt, wird das finanziell auch zu packen sein“, schätzt Lüdeke. Ganz ohne Sponsoren wäre solch ein Projekt allerdings nicht zu stemmen. Dass in zehn Tagen auf der Bühne gerockt wird, ist vor allem der Sparkassenstiftung und der Raiffeisen Warengenossenschaft Niedersachsen-Mitte zu verdanken.

„Die Kultivierung des Plattdeutschen ist uns sehr wichtig“, versichert Sparkassen-Vorstandsmitglied Winfried Schmierer. Seit vielen Jahren unterstütze sein Geldinstitut die plattdeutsche Sprache im Kreis – zunächst mit Theaterwettbewerben, aktuell mit dem plattdeutschen Lesewettbewerb. „Das kommt in der Schule gut an, es nehmen immer erstaunlich viele Kinder teil“, so Schmierer. Im Kuratorium habe man sich einstimmig für die finanzielle Unterstützung von „Rock trifft Platt“ entschieden. „Es muss auch gewisse Eigenleistung erbracht werden. Das ist hier bestens gegeben“, sagt Schmierer. 

Für das zweite Halbjahr hat die Sparkassenstiftung noch Mittel zur Verfügung. Wer etwas im Bereich Kunst, Kultur, Bildung und Umwelt plant, kann sich auf der Homepage informieren. Arno Schoppe, Geschäftsführer der Raiffeisen-Warengenossenschaft Niedersachsen Mitte, betont: „Als regional aufgestelltes Unternehmen mit landwirtschaftlichen Wurzeln ist es uns wichtig, so etwas zu unterstützen.“ Voll und ganz sei man mit Begeisterung dabei, um Aktionen zu fördern, die das Dorfleben hochhalten. Außerdem sei die RWG allein in Wietzen mit zwei Standorten vertreten.

Dank der vielen Ehrenamtlichen in Wietzen ist das Dorfleben immer noch sehr aktiv. „Man braucht immer Motoren, die das antreiben“, sagt Winfried Schmierer. Genau diese Motoren haben sich für den 17. Juni zusammen getan – und rotieren bereits kräftig für einen unvergesslichen Abend.

ks

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