Lehrgangsverfall bereitet Sorgen

Kreisfeuerwehr: Weniger Einsätze und leichtes Mitgliederplus

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Die geehrten Kameraden mit Kreisbrandmeister Bernd Fischer (2.v.r.) und Vizepräsident Grote (3.v.r.).

Bad Rehburg - Es war ein Jahr ohne spektakuläre Einsätze. Dennoch hätten die 103 Ortsfeuerwehren gezeigt, dass auf sie Verlass sei, sagte Kreisbrandmeister Bernd Fischer während der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Nienburg, zu der 195 Delegierte und zahlreiche Gäste nach Rehburg gekommen waren.

Waren es 2015 noch 1 350 Einsätze, so hätten die Wehren im zurückliegenden Jahr 1 103 Einsätze abgearbeitet, wird Fischer in einer Mitteilung von Pressesprecher Uwe Schiebe zitiert.

Zum Jahresende zählte die Kreisfeuerwehr 4 448 Mitglieder – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 126 Frauen und Männern. Sorge bereitet dem Kreisbrandmeister der Altersdurchschnitt in den Wehren – auch wenn die Altersgrenze, wie von der Politik geplant, auf 67 Jahre erhöht werden soll.

Mitgliederwerbung verstärken

Er appellierte an die Versammlungsteilnehmer, weiter um jedes Mitglied in den Jugendfeuerwehren und um jeden Quereinsteiger zu kämpfen. Die Kreisfeuerwehr Nienburg stehe für eine starke Gemeinschaft, das habe sich auch im vergangenen Jahr wieder gezeigt.

Nachdem die Brandschutzbedarfsplanung in den Kommunen fast abgeschlossen sei, könne jetzt auch der Landkreis mit seiner Planung beginnen. „Große Projekte liegen vor uns. Die Planungen für die Neuausrichtung der Feuertechnischen Zentrale (FTZ) zu einem modernen Service- und Ausbildungscenter sind gestartet. Die Einführung des Digitalfunks ist abgeschlossen. Die Kreisausbildung ist gut und leistet hervorragende Arbeit. Sorgen bereitet der extreme Lehrgangsverfall. Wir können es uns nicht leisten, dass allein im ersten Halbjahr 45 Lehrgangsplätze verfallen sind“, berichtet Schiebe. Beschafft wurde außerdem ein Notstromaggregat, ein zweites ist bestellt. Der ABC-Zug stellte ein neues Dekontaminationsfahrzeug in Dienst. Nicht mehr wegzudenken sei der beschaffte Teleskoplader, so Schiebe weiter.

Nach 18-jähriger Tätigkeit als Führer des ABC-Zuges verlas Klaus Hotze während der Versammlung seinen letzten Jahresbericht. Er wird sein Amt im Herbst an Patrick Poppe übergeben. Die 38 Kräfte wurden demnach zu 25 Einsätzen alarmiert.

Landrat dankt Einsatzkräften

Landrat Detlev Kohlmeier dankte laut Mitteilung allen Einsatzkräften für ihr Engagement und betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, immer da zu sein. Im Zusammenhang mit der angelaufenen Planung für die FTZ betonte Kohlmeier, dass bei einer Investition im zweistelligen Millionenbereich alles gründlich geprüft und geplant werden müsse. Auch der künftige Standort stehe noch nicht fest. Man hoffe, 2019 den ersten Spatenstich zu setzen.

In den Dienstgrad Brandmeister erhoben wurden Marco Bockhop, Tristan Müller, Andreas Ohling und Mario Hotze.

Klaus-Peter Grote, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes, ehrte Cord Reineking und Bernd Tarrach mit der Ehrennadel des Verbandes in Bronze. Das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber überreichte er an Kai Tote, Klaus-Peter Heinze und Volker Brinkmann. 

Kreisbrandmeister Bernd Fischer beförderte Marco Bockhop, Mario Hotze, Andreas Ohling und Tristan Müller zum Brandmeister. Der langjährige Kassenwart des Kreisfeuerwehrverbandes, Hermann Rehmstedt wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Gastgeber des nächsten Verbandstages und Ausrichter der Kreiswettbewerbe im nächsten Jahr sind die Wehren Wietzen und Holte-Langeln.

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